Berlin (ABZ). – Die Bundesarchitektenkammer (BAK), die Bundesingenieurkammer (BIngK) und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) wollen künftig Fortbildungen zum Thema Building Information Modeling (BIM) gemeinsam nach dem "BIM Standard Deutscher Architekten- und Ingenieurkammern" anbieten. Durch die zunehmende Digitalisierung könnten Planer und Bauausführende ihre Leistungen aufeinander abgestimmt und somit noch effektiver erbringen, heißt es in einer Mitteilung dazu. Voraussetzung hierfür seien jedoch qualifizierte und interdisziplinäre Fortbildungsangebote für die Berufsstände.
"Mit den gemeinschaftlich konzipierten Fortbildungen nach einheitlichen Standards ist ein weiterer Meilenstein erreicht, um eine transparente und effiziente Abstimmung aller an Planung und Bau Beteiligten mit Hilfe digitaler Methoden zu verbessern", erklärte Dr. Tillman Prinz, Bundesgeschäftsführer der Bundesarchitektenkammer. Qualität entstehe nur dann, wenn sie gemeinschaftlich angestrebt und umgesetzt werde.
"Gerade durch das Arbeiten mit BIM können aufgrund frühzeitiger Abstimmung kostenträchtige Fehler und Kollisionen vermieden werden", bestätigt ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. "Dass diese Abstimmung künftig digital stattfindet, macht den ganzen Prozess erst effizient."
Auch für Martin Falenski, Hauptgeschäftsführer der BIngK, steht fest: "Der Erfolg von BIM-Projekten steht und fällt mit der Kooperation der Beteiligten. BIM setzt Interdisziplinarität voraus, ohne aber die Rollen von Planenden und Ausführenden in Frage zu stellen. Wichtig sind vielmehr das gemeinsame Miteinander und das Verständnis füreinander. Insofern ist diese nun eingegangene Kooperation absolut folgerichtig."
BAK und die BIngK erarbeiten seit 2018 gemeinsam Curricula zum BIM Standard Deutscher Architekten- und Ingenieurkammern.