Düsseldorf (dpa). – Azubis verdienen am Bau und in der Metallindustrie das meiste Geld. Bereits im ersten Ausbildungsjahr liegen die monatlichen Zahlungen in der Metall- und Elektroindustrie bundesweit über 1000 Euro, wie aus einer kürzlich veröffentlichten Studie des WSI-Tarifarchivs der gewerkschaftlichen Böckler-Stiftung hervorgeht. Das absolut höchste Lehrlingsgehalt gibt im vierten Lehrjahr im westdeutschen Bauhauptgewerbe mit 1580 Euro. Am unteren Ende der Entgelt-Tabelle aus aktuellen Tarifverträgen stehen Auszubildende aus dem Osten der Republik. Sie verdienen bspw. in thüringischen Kfz-Werkstätten 610 Euro im ersten Jahr, in sächsischen Hotels und Gaststätten 640 Euro. Deutlich weniger erhalten Auszubildende in manchen nicht tarifgebundenen Unternehmen, sagt Archivleiter Thorsten Schulten. Sie besäßen zwar ein Anrecht auf eine "angemessene Vergütung", nicht aber auf den gesetzlichen Mindestlohn. Diese Regel sei intransparent. Die von der großen Koalition geplante Mindestausbildungsvergütung sei sinnvoll, um an dieser Stelle dem Missbrauch vorzubeugen.
dpa
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