Michelstadt (ABZ). – Die digitale Transformation hat die Baubranche erreicht, aber noch nicht durchdrungen. Das ist das zentrale Ergebnis der neuen Studie "Digitaler Reifegrad in der Bauwirtschaft", die gemeinsam von vobapay und dem Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Trier erarbeitet wurde.
Befragt wurden Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette der Bauindustrie. Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild: Viele Unternehmen haben bereits zentrale digitale Grundlagen geschaffen – etwa in der IT-Infrastruktur oder im täglichen Einsatz digitaler Tools. Auch Führungskräfte treiben digitale Entwicklungen zunehmend aktiv voran.
Gleichzeitig werden deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Unternehmensarten sichtbar, ebenso wie strukturelle Lücken bei Strategie, Umsetzung und kultureller Verankerung. Die Studie macht deutlich: Die Potenziale der Digitalisierung sind erkannt, doch in der Breite fehlt es noch an Konsequenz und interner Akzeptanz. "Die Branche hat in den letzten Jahren wichtige Schritte gemacht – doch echte Digitalisierung endet nicht bei IT-Infrastruktur. Es geht darum, Prozesse zu verzahnen, Kultur zu entwickeln und neue Technologien nachhaltig im Alltag zu verankern", erläutert Ralf Linden, CEO von vobapay. Nur 7 Prozent der befragten Unternehmen geben an, ihre Digitalstrategie bereits vollständig umgesetzt zu haben.