Bamberg (ABZ). - Die Maria-Ward-Schule in der Bamberger Altstadt wird seit 2021 umfassend generalsaniert. Bauherr ist das Erzbistum Bamberg. Teile des Gebäudekomplexes aus den 1970er Jahren wurden abgebrochen und durch Neubauten ersetzt, die direkt an den denkmalgeschützten Bestand anschließen.
Die Schule blickt auf eine rund 300-jährige Geschichte zurück. Zugleich entsteht hier ein moderner Bildungsstandort, an dem künftig Realschule, Gymnasium und Ganztagsschule unter einem Dach vereint werden. Besonders prägend sind die lichtdurchfluteten Neubauten in Sichtbeton sowie die anspruchsvolle Architektur der Dach- und Bogenkonstruktionen.
Eine besondere Herausforderung waren die mehrfach gefalteten Betondächer mit unterschiedlichen Neigungen. Aufgrund der engen Altstadtlage, begrenzter Lagerflächen und des engen Zeitplans setzte Doka auf eine BIM-gestützte Schalungsplanung.
Mithilfe eines digitalen 3D-Modells konnte die Schalung präzise geplant und der Aufbau auf der Baustelle effizient umgesetzt werden. Das erleichterte sowohl die Montage als auch die Mengen- und Ablaufplanung.
Für die Dachkonstruktionen entwickelte Doka ein passgenaues, nummeriertes Schalungssystem. Vorgefertigte Elemente wurden exakt auf die jeweilige Dachgeometrie abgestimmt und in Einzelteilen auf die Baustelle geliefert. Auch die Arkadenbögen stellten hohe Anforderungen an Schalung und Betonage. Die über drei Meter großen Bögen ruhen auf sehr schlanken Pfeilern und mussten gemeinsam mit diesen monolithisch betoniert werden.
Für eine saubere Ausführung und hochwertige Sichtbetonoberflächen entwickelte Doka ein spezielles Schalungskonzept mit dreigeteilten Schalbögen. So konnte auch das Ausschalen technisch sicher und praktikabel gelöst werden. Die Umsetzung zeigt die enge und lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen Riedel Bau und Doka. Gerade bei den anspruchsvollen Dach- und Bogenkonstruktionen erwies sich diese Partnerschaft als entscheidend für einen wirtschaftlichen und präzisen Bauablauf.
Die Fertigstellung des Projekts ist für Frühjahr 2027 vorgesehen. Dann wird in Bamberg ein Schulbaukomplex entstehen, der denkmalgeschützte Substanz mit moderner Architektur und zeitgemäßer Nutzung verbindet.
