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Baumaschinen auf 2600 Meter Höhe: Transport und Einsatz am Zugspitzplatt

Zwei Bell B30 ENB Dumper und ein Hitachi ZX210 LCN erreichen das Zugspitzplatt auf 2600 Metern Höhe über die Zahnradbahn. Die besonderen Bedingungen erfordern präzise Planung, maschinenspezifische Abmessungen und engmaschige Kooperation zwischen Betreibern und Technikern.

Von ABZ
Hitachi ZX210 LCN Raupenbagger und Bell B30 ENB Dumper auf Zugspitzplatt
Einer von zwei Bell 30ENB zusammen mit dem Hitachi ZX210 LCN im Einsatz auf der Zugspitzplatte. | Foto: Kiesel

Garmisch-Partenkirchen (ABZ) | Für ein Bauvorhaben auf der Zugspitze mussten ein Hitachi ZX210 LCN Raupenbagger und zwei Bell B30 ENB Dumper über die Zahnradbahn auf das Zugspitzplatt transportiert werden. Die besonderen Bedingungen in 2.600 Metern Höhe stellten dabei Anforderungen an Logistik, Maschinenauswahl und Service.

Da das Zugspitzplatt für die Maschinen ausschließlich über die Zahnradbahn erreichbar ist, musste bereits die Anlieferung entsprechend geplant werden. Die Maschinen wurden für den Transport vorbereitet und außerhalb des regulären Gästeverkehrs auf den Berg gebracht. Dabei waren laut Angaben der Beteiligten insbesondere die beengten Platzverhältnisse entlang der Strecke und in den Tunnelanlagen zu berücksichtigen.

»Die Maschine wird bei uns unten im Betriebswerk zerlegt, auf die Zahnradbahn verladen und anschließend auf den Berg gebracht«, erklärt Reinhard Rauch, Werkstattleiter im Skigebiet Zugspitze der Bayerischen Zugspitzbahn. »Da muss man sich genau überlegen, wie man alles auf die Waggons bekommt, damit später im Tunnel oder bei der Fahrt nichts passiert.«

Neben der Transportlogistik spielte auch die zeitliche Koordination eine Rolle. Nach dem Eintreffen auf dem Zugspitzplatt sollten die Maschinen für die Arbeiten auf der Baustelle zur Verfügung stehen.

Nach Angaben von Alexander Stümpfl, Mietparkleiter der Kiesel Süd GmbH, mussten die Maschinen unter den Bedingungen auf der Baustelle vom ersten Tag an einsatzbereit sein. »Wir befinden uns hier auf 2.600 Metern Höhe und haben eine sehr außergewöhnliche Baustelle. Die Bedingungen sind anspruchsvoll, gleichzeitig müssen die Maschinen vom ersten Tag an zuverlässig funktionieren.«

Bei der Auswahl der Maschinen waren laut Hersteller- beziehungsweise Betreiberangaben auch die Abmessungen für den Transport maßgeblich. Die beiden Bell B30 ENB verfügen über eine Gesamtbreite von 2,70 Metern. Das Laufwerk des Hitachi ZX210 LCN ist 2,50 Meter breit. Damit konnten die für den Transport mit der Zahnradbahn vorgegebenen Abmessungen eingehalten werden.

Neben der Bereitstellung der Maschinen wurde das Projekt durch Servicetechniker begleitet. Diese unterstützten die Inbetriebnahme und die Arbeiten unter den besonderen Bedingungen auf der Baustelle. Die Einsätze mussten teilweise bis in die Nacht mit dem Bahnbetrieb abgestimmt werden.

»Die Zusammenarbeit mit den beiden Monteuren war super«, erinnert sich Reinhard Rauch. »Man hat gemerkt, dass sie Freude an der Aufgabe hatten. Das war etwas Besonderes. Sie waren voll dabei und immer lösungsorientiert.«

Auch Alexander Stümpfl verweist auf die Zusammenarbeit der Beteiligten: »Bei solchen anspruchsvollen Einsätzen ist es umso wichtiger, dass alle Beteiligten eng zusammenarbeiten und für jede Situation eine praktische Lösung finden.«

Nach Angaben der Beteiligten konnte der Maschineneinsatz unter den Bedingungen auf 2.600 Metern Höhe ohne Ausfälle durchgeführt werden. Zu berücksichtigen waren dabei unter anderem das felsige Gelände, niedrige Temperaturen und wechselnde Witterungsverhältnisse.

Für die Bayerische Zugspitzbahn standen neben der technischen Ausstattung insbesondere die Transportplanung und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Unternehmen im Mittelpunkt. Reinhard Rauch fasst den Einsatz zusammen: »Das war eine hervorragende Sache, auf Augenhöhe und immer lösungsorientiert.«

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