Kleinwallstadt (ABZ). – Städte und Gemeinden müssen in einer Weise gebaut und gestaltet werden, die dem Klimawandel angemessen ist.
Ein aktuelles Projekt in Kleinwallstadt bei Aschaffenburg ist dafür beispielhaft: Der zentrale Rathausplatz "Wallstädter Höfe" wird derzeit mit einem neu entwickelten Betonpflaster ausgestattet – dieses wird ressourcenschonend und unter Einsparung von CO2 produziert.
Auf Einladung von Solid Unit e. V., einem Netzwerk für klimaneutrales Bauen mit mineralischen Baustoffen, und Betonsteinhersteller Lithonplus konnten sich Fachbesucher und Pressevertreter vor Ort ein Bild machen.
Das Betonpflastersystem "Lithon Blue" wird in Kleinwallstadt auf einer Fläche von 525 m² verlegt. Das Pflaster vereint laut Solid Unit mehrere ökologische Vorteile: Es soll auf einem Betonrezept mit bis zu 40 % rezyklierter Gesteinskörnung und CO2-reduzierten Bindemitteln basieren. Im Vergleich zu herkömmlichem Pflasterstein lassen sich eigenen Angaben zufolge bis zu 42 % der CO2-Emissionen einsparen. Zudem ist der Stein zu 100 % recyclingfähig und kann dem Materialkreislauf erneut zugeführt werden.
Unter dem Pflaster kommt das speziell entwickelte Aquatextil "Lithon Geo Clean" zum Einsatz, informiert Solid Unit. Es lässt Regenwasser versickern, bindet jedoch Schadstoffe wie Motoröl oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die anschließend biologisch abgebaut werden. So kann ein Beitrag zum Grundwasserschutz auf versiegelten Flächen geleistet werden. Die verwendeten Pflastersteine werden im nahegelegenen Werk in Kleinostheim gefertigt und direkt zur Baustelle geliefert.
"Die Gemeinde Kleinwallstadt zeigt, wie klimaneutrales Bauen mit mineralischen Baustoffen in der Praxis gelingen kann und Kommunen schon heute mit ihren Projekten eine Vorreiterrolle für klimaangepasste Infrastruktur einnehmen", so Thomas Zawalski, Geschäftsführer von Solid Unit e. V.