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Bernhard Vogt verteidigt Baumaschinenfahrer-Titel in Eskilstuna

Der 23-jährige Bernhard Vogt aus Deutschland gewinnt das Finale des Volvo-Fahrerclubs 2026 und verteidigt damit seinen Titel. Mit dem Erfolg setzt sich die deutsche Siegesserie fort.

Von ABZ
Volvo CE Fahrer Club Schweden Baggerfahrer
Bernard Vogt aus Deutschland hat das Finale des Volvo-Fahrerclubs 2026 gewonnen und damit seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigt. | Foto: Volvo CE

Eskilstuna/Schweden (ABZ). – Bernard Vogt aus Deutschland hat das Finale des Volvo-Fahrerclubs 2026 gewonnen und damit seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigt. Der 23-Jährige setzte sich beim Wettbewerb am 2. und 3. Oktober im Volvo CE Customer Center im schwedischen Eskilstuna gegen 21 weitere Teilnehmer durch. Den zweiten Platz belegte Sebastian Enevoldsen aus Dänemark, Rang drei ging an Konrad Herndler aus Österreich. Vogt erreichte das Ziel 26 Sekunden vor dem Zweitplatzierten.

Mit dem erneuten Erfolg setzt sich die deutsche Siegesserie fort. Nachdem Robin Müller den Wettbewerb 2023 und 2024 gewonnen hatte, ging der Titel mit Vogts Erfolgen 2025 und 2026 zum vierten Mal in Folge nach Deutschland. Bereits Vogts Vater hatte den Wettbewerb 2012 gewonnen. Er war in Eskilstuna vor Ort, um seinen Sohn zu unterstützen.

Das Finale des Volvo-Fahrerclubs bringt Baumaschinenbediener aus Europa und weiteren internationalen Märkten zusammen. Die Teilnehmer qualifizierten sich zuvor bei nationalen Wettbewerben. In Eskilstuna mussten sie ihre Fähigkeiten in verschiedenen Disziplinen unter Beweis stellen. Bewertet wurden unter anderem Präzision, Effizienz, Maschinenkontrolle und sicheres Arbeiten.

Die 22 Finalisten waren zwischen 23 und 55 Jahre alt, die deutliche Mehrheit war jünger als 35 Jahre. Rund drei Viertel der Teilnehmer standen erstmals im Finale. Zu den erfahrenen Wettbewerbern gehörten der Schweizer Marcel Hirter, der nach 39 Jahren in der Branche zum zehnten Mal am Finale teilnahm, sowie der Däne Bendt Risom, der zum achten Mal antrat. Der Italiener Ermes Gemo, der den Wettbewerb 2014 und 2016 gewonnen hatte, war ebenfalls dabei.

Zunächst absolvierten alle Teilnehmer drei Aufgaben. Beim Hauler-Parkour »The Smooth Haul« waren Fahrgeschick und Kontrolle gefragt. Die Radlader-Disziplin »Pole Position« stellte weitere Anforderungen an die Maschinenbedienung. Im Baggertest »Grade Master« mussten die Fahrer ihre Genauigkeit unter Beweis stellen. Anschließend qualifizierten sich zehn Teilnehmer für das Halbfinale, aus dem fünf Fahrer in die Endrunde einzogen.

Im Halbfinale galt es unter anderem, Boule-Kugeln mit einem Baggerlöffel aufzunehmen und zu übergeben. Im Finale mussten die verbliebenen Teilnehmer Anbaugeräte wechseln, Paletten beladen und Eier mit dem Baggerlöffel zerdrücken, ohne sie dabei unkontrolliert zu beschädigen. Sämtliche Disziplinen waren zeitlich begrenzt. Erstmals wurden im Finale zudem formelle Strafen für Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften eingeführt. Damit floss neben Geschwindigkeit und Genauigkeit auch die Einhaltung von Sicherheitsregeln in die Bewertung ein.

Vogt ist seit sieben Jahren in der Baubranche tätig. Zu den Projekten, auf die er besonders stolz ist, zählt seine Mitarbeit an der Renaturierung der Ems, einem Wasserwegsanierungsprojekt in Deutschland.

»Wieder zu gewinnen fühlt sich unglaublich an, und es bedeutet mir sogar noch mehr als der erste Titel. Mein Vater hat mich schon früh mit Baumaschinen und dem Volvo-Fahrerclub bekannt gemacht, und als Familie sind wir seitdem ein fester Bestandteil dieser Gemeinschaft. Ich lebe wirklich meinen Kindheitstraum. Am Beruf des Baumaschinenfahrers schätze ich besonders, dass kein Tag dem anderen gleicht: Es gibt immer eine neue Herausforderung und die Chance, an Projekten mitzuwirken, die wirklich etwas bewegen. Ich bin stolz, den Titel nun im zweiten Jahr in Folge mit nach Deutschland zu bringen.“ kommentiert Bernard Vogt.

Hanna Jaschke, Leiterin des Volvo-Fahrerclubs bei Volvo CE, betonte die Bedeutung der fachlichen Fähigkeiten und der Sicherheit im Wettbewerb: »Beim Finale des Volvo-Fahrerclubs geht es darum, die Expertise, Präzision und Professionalität anzuerkennen, die Baumaschinenfahrer täglich in den Bau einbringen. Der diesjährige Wettbewerb legte noch mehr Wert auf Sicherheit und spiegelt unsere Überzeugung wider, dass die besten Bediener Genauigkeit und Effizienz mit sicheren Arbeitspraktiken verbinden. Herzlichen Glückwunsch an Bernard und alle Finalisten zu ihrem außergewöhnlichen Können.«

Mit zunehmender Komplexität von Infrastrukturprojekten und fortschreitender Maschinentechnik steigen auch die Anforderungen an Baumaschinenbediener. Gleichzeitig steht das Baugewerbe vor der Aufgabe, Nachwuchskräfte für den Beruf zu gewinnen und auszubilden. Wettbewerbe wie das Finale des Volvo-Fahrerclubs sollen nach Angaben des Veranstalters die fachlichen Anforderungen und beruflichen Möglichkeiten sichtbar machen.

Die Teilnehmergeschichten zeigen dabei unterschiedliche Zugänge zum Beruf. Für den Schweden Erik Andersson, der erstmals das Finale erreichte, hatte der Austragungsort eine besondere Bedeutung: Er war in Eskilstuna aufgewachsen und hatte bereits als Kind die Volvo Days und die Demo Show im Customer Center besucht. Der Wettbewerb fand damit an dem Ort statt, an dem sein Interesse an Baumaschinen geweckt worden war.

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