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Antikollisionssystem für Raupenbagger Serie 9 von Develon

Develon stellt ein neues Antikollisionssystem für seine Raupenbagger der Serie 9 vor, das Personen im Umfeld erkennt und bei Gefahr automatisch reagiert. Das System kombiniert Kameras und Radarsensoren, um Risiken bei Baustellenarbeiten zu minimieren.

Von ABZ
Develon Bagger mit E-Stop System im Glasdachmontage-Fachmarktzentrum.
Sicherheitsexperte: Stephane Dieu, Produktmanager für Develon-Bagger. | Fotos: Develon

Mannheim (ABZ) | Develon bietet für seine Raupenbagger der Serie 9 das optionale E-Stop-System an, das Personen im Maschinenumfeld erkennt und bei Kollisionsgefahr automatisch eingreift. Die Technik soll insbesondere dort unterstützen, wo eingeschränkte Sichtverhältnisse und beengte Platzverhältnisse das Risiko von Zusammenstößen zwischen Baumaschinen und Fußgängern erhöhen.

Sechs hochauflösende Kameras erzeugen ein kombiniertes Rundumbild. Eine Software unterscheidet Personen von anderen Objekten. Ergänzend messen drei Radarsensoren Entfernungen in einem Bereich von 330 Grad um die Maschine und erfassen damit wesentliche tote Winkel. Bei einer Entfernung von sechs Metern wird der Bagger nach Herstellerangaben zunächst verlangsamt. Bei vier Metern stoppt das System Schwenk- und Rückwärtsbewegungen. Im äußeren Gefahrenbereich gibt es visuelle und akustische Warnsignale aus. Entfernt sich die Person, können die Arbeiten fortgesetzt werden.

Die Kombination aus Kameras und Radarsensoren soll die Grenzen der direkten Sicht aus der Fahrerkabine ausgleichen. Kameras allein bieten bei Regen, Staub oder winterlichen Bedingungen nicht immer eine ausreichende Orientierung. »Zusammenstöße mit Fußgängern zählen zu den gefährlichsten Unfällen«, sagt Stephane Dieu, Produktmanager für Develon-Bagger in Europa. Automatisierte Eingriffe sollen dazu beitragen, Risiken zu verringern, wenn Personen in den Gefahrenbereich der Maschine gelangen.

Das System konzentriert sich auf Schwenk- und Rückwärtsbewegungen, bei denen die Sicht des Bedieners häufig eingeschränkt ist. Andere Objekte, etwa Bäume, große Steine oder benachbarte Maschinen, werden ebenfalls erkannt, lösen aber nicht automatisch dieselbe Not-Aus-Reaktion aus. Die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen wie Sperrzonen, Kommunikation und die Überwachung des Arbeitsbereichs bleiben weiterhin erforderlich.

Develon hat das Smart All-Around View Monitoring-System einschließlich Personenerkennung nach eigenen Angaben bei den Baggern der Serie 9 zur Standardausstattung gemacht. E-Stop bleibt optional, da für die automatische Eingriffsfunktion zusätzliche Radarsensoren und Software erforderlich sind.

Bei Tests mit Bauunternehmen und Maschinenbetreibern in Frankreich habe sich laut Dieu gezeigt, dass das System die Arbeitsabläufe im Normalbetrieb nicht wesentlich beeinträchtige. Neben dem Schutz von Personen könnten solche Systeme auch dazu beitragen, die betrieblichen Folgen schwerer Unfälle zu reduzieren. Eine vollständige Unfallvermeidung lasse sich durch technische Maßnahmen allein jedoch nicht garantieren.

Dieu erwartet eine zunehmende Verbreitung der Technologie: »Ich bin der Ansicht, dass Antikollisionssysteme innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre zur Standardausstattung auf Baustellen gehören werden«. Insbesondere große Bauunternehmen und Mietparks könnten die Einführung durch einheitliche Anforderungen an ihre Maschinenflotten vorantreiben.

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