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Doppel-Gleitschienen-System stabilisiert Grube

Ein eingestürzter Abwasserkanal in Rom erforderte eine komplexe Reparatur mit einem Doppel-Gleitschienen-System, um die Stabilität der umliegenden Fundamente zu sichern.

Von ABZ
Eingebrochener Abwasserkanal
Die alten Kanäle liegen in Rom bis zu 11 m unter der Erde. In der Via die Giordani ging es 8 m nach unten. | Foto: Euro Verbau

Rom/Italien (ABZ). – Als sich im Nordwesten von Rom plötzlich die Erde auftat und fast einen Lkw verschluckte, befürchteten die Anwohner zunächst einen Einsturz der nahegelegenen Katakomben von Priscilla.

Die tatsächliche Ursache war jedoch ein eingebrochener Abwasserkanal aus den 1950er-Jahren, der den Straßenunterbau mit in die Tiefe gerissen hatte.

Die Reparatur der Schadensstelle in der Via dei Giordani stellte die Baufachleute vor erhebliche Herausforderungen: Die aus Ziegeln gemauerte Abwasserleitung war auf einer Strecke von rund 50 m gebrochen und musste in 8 m Tiefe repariert werden. Für die Sicherung der Baugrube kam ein Doppel-Gleitschienen-System im Parallelverbau (DGPV) von Euro Verbau zum Einsatz. Das System wurde auf einer Länge von 9 m eingesetzt und während der Bauarbeiten mehrfach verschoben, sodass der neue Kanal verlegt und mit dem bestehenden Kanalsystem verbunden werden konnte.

"Wir hatten in Rom schon Baustellen, bei denen wir bis zu elf Meter tief gehen mussten", erklärt Marco Verstraaten, der die internationalen Märkte bei Euro Verbau betreut. Der Boden unter der italienischen Hauptstadt ist laut Verstraaten an manchen Stellen von Kanälen, Katakomben und anderen Bauwerken durchzogen.

Eine besondere Herausforderung stellte die dichte Bebauung im Stadtteil Trieste dar. "Der Boden darf sich auf keinen Fall absenken, das birgt die Gefahr von Rissen und kann die alten Fundamente der umliegenden Gebäude beschädigen", so Verstraaten. Das DGPV-System verfügt nach Angaben des Herstellers über eine verstärkte Version der Gleitschienen mit Spindelaussteifung, die für die notwendige Stabilität des Erdreichs und der angrenzenden Gebäudefundamente sorgte. Die Bauarbeiten konnten trotz der anspruchsvollen Bedingungen erfolgreich abgeschlossen werden. Der neue Kanal wurde installiert und mit dem bestehenden System verbunden, ohne dass es zu Schäden an der umliegenden Bebauung kam.

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