Mörfelden-Walldorf (ABZ). – Gesipa hat mit der Taurus-Serie druckluftbetriebene Nietgeräte vorgestellt, die nach Herstellerangaben flexibel und nachhaltig einsetzbar sind. Die Serie wurde für industrielle Anwendungen entwickelt, bei denen Standardlösungen an ihre Grenzen stoßen.
Flexibilität und digitale Prozessintegration zählen zu den zentralen Anforderungen moderner Fertigung. Im Zuge von Industrie 4.0 gewinnen Systeme an Bedeutung, die sich nicht nur automatisieren, sondern auch an wechselnde Produktionsbedingungen anpassen lassen. Die Taurus-Serie soll zum Einsatz kommen, wenn Prozesse an unterschiedliche Materialien, Bauteilgeometrien oder räumliche Bedingungen angepasst werden müssen. Die Taurus-Serie basiert auf einem Baukastenprinzip, das eine individuelle Anpassung an verschiedene Anwendungen ermöglichen soll. Je nach Bedarf können Komponenten wie Setzköpfe, Mundstücke, Auffangsysteme oder Steuerungselemente kombiniert werden. Auch Speziallösungen für schwer zugängliche Nietstellen oder automatisierte Prozesse sind über optionales Zubehör und Erweiterungen realisierbar.
Durch den Einsatz vieler Bauteile über mehrere Modellreihen hinweg profitieren Anwender laut Gesipa von geringem Wartungsaufwand, reduzierter Ersatzteilvielfalt, hoher Standzeit und Betriebssicherheit. Neben der Anpassungsfähigkeit zeichnet sich die Taurus-Serie nach Herstellerangaben durch ein ressourcenschonendes Luft-Recycling-System aus. Die beim Setzvorgang eingesetzte Druckluft wird doppelt genutzt: zunächst zum Setzen des Blindnietes und anschließend zum Auswerfen des Restnietdorns. Dies reduziere den Luftverbrauch pro Vorgang und senke damit Energiekosten sowie Emissionen.
Der patentierte Greifmechanismus mit zwanggeführten Greifbacken ermöglicht einen sicheren, rutschfreien Halt des Nietdorns. Dadurch werden Abrieb und Verschmutzungen deutlich reduziert und ein Überrutschen der Futterbacken wird vermieden.
Die Taurus-Serie deckt vielfältige Anwendungen ab – von leichten Verbindungen bis zu großen Blindnieten mit hohen Setzkräften. Die Modelle bieten Setzkräfte zwischen 5500 und 50.000 N und nutzen dabei den vollständigen Gerätehub, um jeden Setzvorgang sicher und wiederholgenau auszuführen. Zudem verarbeiten sie unterschiedliche Nietdurchmesser.
Je nach Variante stehen verschiedene Gerätehübe zur Verfügung, um Ergebnisse bei wechselnden Materialien und Bauteilgeometrien zu erzielen. Ergänzt wird die Serie durch Zubehör wie Zähleinrichtungen, Verlängerungseinheiten oder Winkelköpfe, die den Einsatz in schwer zugänglichen Bereichen erleichtern sollen. Die Taurus-Geräte kommen laut Gesipa im Karosseriebau, in der metallverarbeitenden Industrie oder bei der Fertigung von Bauelementen zum Einsatz – überall dort, wo belastbare, wiederholgenaue Nietverbindungen gefragt sind. Dank ihrer modularen Bauweise und der Energieeffizienz bieten sie auch bei wechselnden Anforderungen eine Lösung für Handwerk und Industrie.