Großhelfendorf (ABZ) | Feinstaub, Lärm und Hitze gelten als bekannte Umweltbelastungen in Städten. Nach Angaben der coalsi GmbH gewinnt jedoch auch die Geruchsbelastung aus der Kanalisation zunehmend an Bedeutung. Vor allem in dicht besiedelten Gebieten und bei steigenden Temperaturen komme es regelmäßig zu Beschwerden über unangenehme Gerüche. »Gerüche sind die unterschätzte Form der Umweltverschmutzung«, sagt Christian Elmauer aus der Geschäftsführung der coalsi GmbH. »Sie wirken unmittelbar auf das Wohlbefinden und beeinträchtigen die Wahrnehmung des gesamten Umfelds.«
Nach Angaben des Unternehmens entstehen Gerüche in der Kanalisation durch biologische Prozesse. Dabei bilden sich unter anderem Schwefelwasserstoff und weitere Gase, die nicht nur Geruchsbelastungen verursachen, sondern auch Korrosion an Leitungen und Bauwerken fördern können. Höhere Temperaturen und zunehmende Starkregenereignisse könnten diese Entwicklungen zusätzlich verstärken.
»Gerüche entscheiden mit darüber, wie wir Orte wahrnehmen, ob wir uns dort wohlfühlen«, sagt Elmauer. Nach Angaben des Unternehmens gewinnt das Thema deshalb auch für Städte und Gemeinden an Bedeutung. Zur Minderung von Geruchsemissionen werden nach Unternehmensangaben unterschiedliche Filtersysteme eingesetzt. Herkömmliche Lösungen mit Aktivkohleschüttungen können demnach durch Feuchtigkeit und Verschmutzungen beeinträchtigt werden.
Dies könne den Luftaustausch im Kanal einschränken und die Korrosionsgefahr erhöhen. Als Alternative nennt das Unternehmen Filtersysteme mit strukturstabilen Filtermatten und aufgebrachter Aktivkohle. Nach Angaben von coalsi bleiben die Filtermatten durch ein modulares Siphon-System sauber und trocken, sodass die Luftzirkulation im Kanal erhalten bleibt und die Aktivkohle ihre Filterwirkung entfalten kann. Nach Angaben des Unternehmens lassen sich durch den Abbau korrosiver Gase Schäden an Leitungen und Bauwerken reduzieren. Dies könne Wartungsintervalle verlängern und den Aufwand für Instandhaltung und Sanierung verringern.
»Die Technologie ist heute so weit, dass sich Geruchsprobleme in vielen Fällen vollständig und nachhaltig lösen lassen«, erklärt Christian Elmauer. Nach Angaben der coalsi GmbH kommen die modular aufgebauten Filtersysteme sowohl in der Kanalisation als auch in kommunalen Infrastrukturanlagen und industriellen Anwendungen zum Einsatz. Ziel sei es, Geruchsbelastungen zu reduzieren und gleichzeitig die langfristige Funktionsfähigkeit der Entwässerungsinfrastruktur zu unterstützen.
