Zweibrücken (ABZ). – Der Verdichtungsspezialist Hamm hat auf der bauma 2025 ein neues Modell in der Reihe der schemelgelenkten Tandemwalzen vorgestellt: die HX 70e VV-S. Das Modell mit zwei Vibrationsbandagen ist vollständig elektrisch angetrieben und soll die Bauwirtschaft dabei unterstützen, CO2-Ziele im Sinne eines nachhaltigen Straßenbaus zu erreichen.
Neben der HX 70e VV-S bietet Hamm mit der HX 70e VO-S auch eine Variante mit Oszillationsbandage an. Als laufendes Technologie-Projekt werden die beiden Tandemwalzen zunächst bei innerstädtischen Baustellen in Europa zum Einsatz kommen.
Hamm nutzt bei der HX 70e nach eigenen Angaben bewährte Komponenten, wie zum Beispiel die 400-Volt-Lithium-Ionen-Batterie von Kreisel mit einer Kapazität von 63 kWh. Das Aufladen erfolgt über einen TYP2 Stecker, wobei auch weitere Lademöglichkeiten wie TYP1, J1772 und CCS ergänzt werden. Mit der Fast-Charging-Option kann die Batterie laut Hersteller in weniger als einer Stunde von 20 auf 80 % aufgeladen werden.
Im Betrieb sind die batterie-elektrischen Tandemwalzen dank der Elektrokomponenten effizienter und leiser als die dieselbetriebenen Modelle. Besonders kommt dies bei den Modellen mit Oszillationsbandage zur Geltung. Hier trifft die bereits geräuscharme Oszillation auf den leisen Elektroantrieb, was die Maschinen für den Einsatz in schwingungs- und lärmempfindlichen Bereichen, wie beispielsweise in der Nähe von Krankenhäusern oder historischen Gebäuden, geeignet macht.
Die neuen HX 70e Tandemwalzen bieten laut Hamm die gleiche Verdichtungsleistung wie die Maschinen mit Dieselmotoren und erreichen in der Spitze mehr Leistung. Die Bedienung der batterie-elektrisch angetriebenen Walzen erfolgt nahezu identisch zur herkömmlichen dieselbetriebenen Version, wobei das Display durch neue Symbole ergänzt wurde, die den Bedienern ein intuitives Nutzererlebnis bieten sollen. Ein weiterer Vorteil der neuen batterie-elektrischen Tandemwalzen ist der reduzierte Wartungsbedarf.
Da dieselmotorspezifische Wartungsarbeiten entfallen und die elektrischen Komponenten des Hochvoltsystems hohe Wartungsintervalle aufweisen, profitieren Betreiber von geringeren Betriebskosten.
Für Service- und Wartungsangelegenheiten können Kunden und Anwender auf die gewohnte Wirtgen Group Service Qualität zurückgreifen.
Die neuen Modelle können ebenso wie die dieselbetriebenen Maschinen an das John Deere Operations Center angebunden werden. Dies ermöglicht die Überwachung und Verwaltung der Maschinenflotte über eine zentrale Plattform.