Chemnitz (dpa). – Die Handwerkskammer Chemnitz sieht die Berufsausbildung durch Unsicherheiten bei der Finanzierung gefährdet. "Stand heute drohen ab 1. Februar 2023 erhebliche Einschnitte bei der überbetrieblichen Lehrunterweisung im Handwerk, sollten in den Haushaltsverhandlungen nicht die entsprechenden Mittel eingestellt werden", erklärte Kammerpräsident Frank Wagner. Die dafür geltende Landesrichtlinie "Berufliche Bildung" sei bis zum 31. Januar 2023 befristet. Danach gebe es keine Grundlage mehr für die Finanzierung durch den Freistaat Sachsen, sagte Wagner. "Die Betriebe werden die bisher vom Freistaat getragenen Kosten aber nicht übernehmen können und wollen, da diese bereits an anderer Stelle hohe Kosten zu tragen haben, beispielsweise bei Energie oder Materialien." Wagner zufolge muss Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) Verantwortung übernehmen und die entsprechenden Mittel einstellen. Der Bund bekenne sich zu dieser Verantwortung und habe die entsprechenden Bundesmittel für 2022 um fast 11 Millionen Euro erhöht.
dpa
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