Neu-Ulm (ABZ). – Beim 16. Steinforum der braun-steine GmbH in Neu-Ulm informierten sich mehr als 200 Planer und Bauentscheider über die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Freiraumplanung im Hinblick auf die steigende Urbanisierung.
Die Effizienz der Flächennutzung, der sparsame Ressourcenverbrauch und eine gut funktionierende grün-blaue Infrastruktur standen im Fokus der Diskussionen. Felix Braun, Geschäftsführer von braun-steine, betonte die Bedeutung der Erhöhung der Lebensqualität in Städten und forderte innovative Lösungen für zukunftsfähige Städte. Stephan Anders von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) e. V. stellte die Bedeutung nachhaltigen Bauens und die Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus eines Projekts vor. Dabei betonte er die Wichtigkeit von Recycling und der Nutzung vorhandener Materialien, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Jan Dieterle, Professor für "Nachhaltige Freiraum- und Stadtgestaltung", hob hervor, dass der Übergang von der Theorie zur Praxis im städtischen Umbau oft an Kommunikationsproblemen scheitert.
Ein erfolgreiches Beispiel für die Umsetzung von nachhaltigem Bauen und klimagerechter Stadtentwicklung wurde anhand der Umgestaltung der historischen Mitte in Leinfelden-Echterdingen präsentiert. Dort wurde vorhandener Porphyr wiederverwendet und zu einem neuen Stein umgestaltet. Projekte wie diese zeigen, wie theoretische Anforderungen umgesetzt werden können. Andreas Reiter vom Zukunftsinstitut in Wien betonte abschließend, dass erfolgreiche Stadtumbau- und Nachhaltigkeitsprojekte auf einer intelligenten Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Behörden, Bürgern, Bildungseinrichtungen und Wissenschaft basieren. Die Vernetzung und Zusammenarbeit aller Beteiligten seien entscheidend, um die Stadt der Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen.