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Der Transport ist besonders wirtschaftlich

Liebherr führt den Teleskop-Raupenkran LTR 1150 ein, der zwischen den Modellen LTR 1100 und LTR 1220 liegt. Er bietet hohe Tragkraft und effizienten Transport.

Von ABZ
Hersteller erweitert Portfolio der Teleskop-Raupenkrane
Wirtschaftliches Transportkonzept: Der LTR 1150 lässt sich laut Hersteller komplett mit Raupenträgern bei nur 60 t Gesamtgewicht und 3,5 m Breite auf einem Tieflader transportieren. | Foto: Liebherr

Ehingen (ABZ). – Liebherr ergänzt seine Angebotspalette an Teleskop-Raupenkranen mit einem 150-Tonner. Der LTR 1150 positioniert sich genau zwischen dem LTR 1100 und dem LTR 1220. Obwohl der neue Kran laut Hersteller rund 50 % höhere Tragkräfte als der LTR 1100 bietet, lässt er sich genauso einfach und wirtschaftlich transportieren wie der 100-Tonner:

komplett mit Raupenträgern bei 60 t Gesamtgewicht und 3,5 m Transportbreite oder optional ohne Raupenträger bei 38 t Gesamtgewicht und 3,0 m Breite. Erstmals bei Teleskop-Raupenkranen erhält der LTR 1150 die Liebherr-VarioBase, mit der die Kransteuerung laut eigener Aussage in Abhängigkeit von Spurbreite und Drehwinkel die bestmögliche Traglast ermittelt.

Mit der Entwicklung des LTR 1150 antwortet Liebherr auf die Anforderungen von Kranbetreibern, die Hebeaufgaben zu bedienen haben, für die der LTR 1100 zu schwach und der LTR 1220 zu groß und unnötig stark ist, ist das Unternehmen überzeugt. Die Tragkräfte des neuen 150-Tonners liegen genau zwischen diesen beiden Krantypen.

Das besondere Highlight des neuen LTR 1150 soll sein wirtschaftliches Transportkonzept sein. Kein anderer Teleskop-Raupenkran auf dem Markt dieser Traglastklasse kann dem Unternehmen zufolge komplett mit Raupenträgern bei 3,5 m Breite auf Tieflader transportiert werden. Der LTR 1150 biete diese Möglichkeit und kommt dabei auf ein Gesamtgewicht von gerade einmal 60 t. Aus diesem Grund hat Liebherr den Slogan "Compact and strong, transport in one" für seinen Kran geprägt.

Optional kann der neue Teleskop-Raupenkran mit 3,0 m Breite transportiert werden. Dazu werden die Raupenträger abgebaut, das Transportgewicht des Krans beträgt dann nur 38 t. Für diese Variante ist eine Jack-Up Montageabstützung erforderlich, die aus vier schwenkbaren Zylindern besteht. Sie stützen den Kran auf dem Boden ab, während die Raupen vom Kran selbst abgebaut werden und der Tieflader sich unter den Kran positioniert. Dieses Prinzip hat sich laut Hersteller beim 100-Tonner LTR 1100 gut bewährt. Doch beim LTR 1150 unterstütze eine Abstützautomatik das Bedienpersonal. Für die Verbindung der Raupenträger wurde ein schnelleres und einfacheres (De-)Montieren entwickelt, so das Unternehmen.

Liebherr-AutoBallast unterstützt Kranfahrer

Die zwei Raupenträger mit je 11 t sollen gemeinsam auf einem Standard-Sattelauflieger bei einer wirtschaftlichen Breite von 2,55 t transportiert werden können. Aufstiegstreppen sind bereits integriert und werden beim Transport eingeklappt. Auch bei der Aufteilung des Ballastes wurde laut eigenen Angaben großes Augenmerk auf einen weltweit wirtschaftlichen Transport gelegt. Mit nur vier Hüben kann das gesamte Gegengewicht am Kran ballastiert werden: zwei Hübe für die beiden je 11 t schweren Zentralballaste und zwei Hübe für den maximalen Drehbühnenballast von 41 t. Dieser wird wie bei den Liebherr-LTM-Kranen mit einer hydraulischen Ballastier-Einrichtung an der Drehbühne befestigt. Liebherr-AutoBallast unterstützt den Kranfahrer bei diesem Prozess. Die Auflage für den Drehbühnenballast ist im Zentralballast integriert.

Die variable Abstützbasis VarioBase sorge bei Teleskop-Mobilkranen nicht nur für mehr Sicherheit, sondern biete insbesondere bei Hüben direkt über den Abstützungen höhere Tragkräfte. Als erster Teleskop-Raupenkran erhält nun der LTR 1150 dieses System, mit dem in Abhängigkeit von der festen Spurbreite und dem variablen Drehwinkel in Echtzeit die bestmögliche Traglast ermittelt wird, heißt es von Herstellerseite.

Die größten Traglastvorteile ergeben sich dabei bei Hüben über die Raupenecken, insbesondere bei reduzierten Spurbreiten. Es stehen die maximale Spurbreite von 5,8 m, die reduzierte Breite von 5,0 m und die schmale Spur von 3,5 m zur Verfügung. Wie bei den anderen Liebherr-LTR-Kranen erhalte auch der LTR 1150 Traglasttabellen für Geländeneigungen bis maximal 4 Grad, in den Abstufungen 0,3 °, 0,7 °, 1,5 °, 2,5 ° und 4 °. Erstmalig bei Teleskop-Raupenkranen hat Liebherr eigenen Auskünften nach für den neuen LTR 1150 "WindSpeed Load Charts" berechnet, mit denen auch bei höheren zulässigen Windgeschwindigkeiten bis zu 15,6 m/s sicher und flexibel gearbeitet werden kann – bei vielen Auslegerstellungen sogar mit der vollen Tragkraft.

Montage von Windkraftanlagen

Aufgrund seiner hohen Leistung und seinen hervorragenden Pick&Carry-Eigenschaften ist der neue LTR 1150 prädestiniert für Hilfsarbeiten bei der Montage von Windkraftanlagen, ist sich das Unternehmen sicher. Er soll in der Lage sein, Raupenkrane bis zur 1000-Tonnen-Klasse zu montieren, bei denen Komponenten bis über 60 t bewegt werden müssen.

Die Gewichte von Windkraftkomponenten wie beispielsweise Maschinenhäuser und Naben liegen in einem ähnlichen Bereich. Der LTR 1150 kann diese Teile nicht nur von den Transportfahrzeugen entladen, sondern auch ohne Traglasteinschränkungen auf der Baustelle verfahren, versichert Liebherr. Dieses Alleinstellungsmerkmal von Teleraupen im Bereich der Teleskopkrane macht sie auch äußerst interessant auf Baustellen, bei welchen viele Hübe an unterschiedlichen Stellen ausgeführt werden müssen, beispielsweise beim Hallenbau, so der Hersteller.

Mit der kurzen starken Montagespitze und dem zusätzlichen Hubwerk soll der LTR 1150 Lasten von bis zu 34,6 t in die gewünschte Lage bringen können. Das Angebot an Arbeitsausrüstung für den 52 m langen Teleskopausleger wird durch eine hydraulisch abwinkelbare Doppelklappspitze und Teleskopausleger-Verlängerungen abgerundet, mit denen sich Hubhöhen von bis zu 83 m erreichen lassen.

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