Frankfurt am Main (dpa). – Die Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) will ihre Warnstreiks im Bauhauptgewerbe ausweiten. Der Arbeitskampf werde auf die Verkehrsinfrastruktur ausgedehnt, kündigte die Gewerkschaft unlängst in Frankfurt nach den ersten fünf Streiktagen an. Dazu sollten punktuell in ganz Deutschland Baustellen an Straßen, Schienen oder Brücken stillgelegt werden. Die Bauarbeiter seien hoch motiviert, für ihre Lohnerhöhung zu kämpfen, sagte IG BAU-Chef Robert Feiger. "Wir lassen nicht nach, bis die Bauunternehmen ein Angebot vorlegen, das oberhalb des Schlichterspruches liegt." In der ersten Woche hätten sich rund 12 500 Beschäftigte an den Ausständen beteiligt. Hintergrund ist die Anfang Mai geplatzte Tarifschlichtung im Bauhauptgewerbe mit 930.000 Beschäftigten. Nach drei erfolglosen Verhandlungsrunden hatte der Schlichter Rainer Schlegel am 19. April zweistufige Lohnerhöhungen vorgeschlagen.
dpa
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