Forbach (ABZ). – Bis 2027 wird das Rudolf-Fettweis-Werk im Murgtal von einem Speicher- und Laufwasserkraftwerk in ein Pumpspeicherkraftwerk umgewandelt. Der Porr Tunnelbau realisiert im Auftrag der EnBW Energie Baden-Württemberg AG den Umbau. Dies gab der Bauspezialist vor Kurzem bekannt.
Zuletzt wurde laut Unternehmen der Durchschlag am Energieableitungsstollen erfolgreich durchgeführt und der Stollen vollständig mit der Kaverne verbunden. Das Team des Tunnelbaus arbeite aktuell weiterhin im Schulterschluss an der Fertigstellung – inzwischen wurde die Betonage des Kranbahnbalken fertiggestellt.
Nachdem Mitte Januar dank des erfolgreichen Durchschlags der Energieableitungsstollen mit der Kaverne verbunden werden konnte, gehen die Arbeiten am Pumpspeicherkraftwerk laut Porr zügig voran.
Das Team erzielte mittlerweile einen wichtigen Zwischenschritt. Die Schalungs-, Bewehrungs- und Betonarbeiten für die Kranbahnbalken in der Kaverne wurden erfolgreich abgeschlossen. Ende Januar fand die letzte Betonage statt.
Die Kranbahn diene, so erläutert es Porr, während der Bauzeit dem Materialtransport. Im Betrieb dienen die Kranbahnbalken vor allem als Auflager für die Holzgewölbedecke des Kavernenteils Schwarzenbachwerk.
Nach der erforderlichen Aushärtungszeit des Betons erfolge dann das Spannen der Anker, die eine sichere Fixierung der Kranbahnbalken gewährleisten. Anschließend werde die Schalung, die während der Arbeiten als Stützkonstruktion diente, systematisch rückgebaut.
Ein weiterer entscheidender Schritt wurde dann Mitte Februar vollzogen: Der eigentliche Kran konnte erfolgreich eingehoben werden. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um die nächsten Bauphasen effizient umzusetzen. Die Vortriebsarbeiten in der Kaverne wurden dann Ende Februar fortgesetzt.
Auch am Zugangsstollen Schwarzenbach gibt nach Informationen von Porr wesentliche Fortschritte, denn Anfang Februar begannen hier die Vortriebsarbeiten.
Über den Zugangstollen werde dann die Verbindung zwischen Wasserschloss und Schachtkopfkaverne hergestellt. Von dort aus sollen dann im Sommer 2025 die Raise-Boring-Arbeiten durchgeführt werden, bei dem ein kreisrunder Schacht von unten nach oben entlang einer Pilotbohrung gebohrt werde.
Diese Arbeiten seien essenziell für die weiteren Bauabschnitte und stellten eine wichtige Voraussetzung für die geplante Infrastruktur dar.
Mit diesen jüngsten Entwicklungen komme das Vorhaben in großen Schritten voran. Jeder abgeschlossene Bauabschnitt bringe das Team, so Porr, näher an das Gesamtziel, während weiterhin höchste Präzision und Koordination gefragt sei, um die nächsten Schritte termingerecht abschließen zu können.