Waldachtal (ABZ). – Die fischerwerke aus Waldachtal haben ihr Produktportfolio für den Stahl- und Anlagenbau erweitert. Neben sensorintegrierten Befestigungsmitteln für das Construction Monitoring bietet das Unternehmen laut eigener Aussage neue Stahlanker und Injektionssysteme für verschiedene Anwendungsbereiche.
Das fischer Construction Monitoring kombiniert nach Herstellerangaben eine Monitoring-Anwendung mit sensorintegrierten Befestigungsmitteln. Die Sensorik soll es ermöglichen, den Zustand von Befestigungspunkten jederzeit auch aus der Ferne auf PC oder Smartphone zu überwachen. Dies ist laut fischer besonders bei schwer erreichbaren Befestigungspunkten wie Windparks oder Richtfunktürmen vorteilhaft.
Neuzugang im Portfolio der sensorintegrierten Befestigungsprodukte ist die hochfeste Schraube SensorBolt. Sie ist bei unveränderten mechanischen Eigenschaften mit integrierter Kraftmess- und Übertragungstechnik ausgestattet. Die fischer-Ankerstange SensorAnchor und die fischer-Unterlegscheibe SensorDisc werden bereits seit 2022 im Industrie-, Infrastruktur- und Hochbau eingesetzt.
Der neue SensorNode überträgt die Daten vom Produkt zum zugehörigen Gateway. Von dort gelangen die Messwerte Ende-zu-Ende-verschlüsselt in einen Cloudspeicher und werden über ein Dashboard verfügbar gemacht. Nutzer können die Geräte und Daten mobil oder per Web-Anwendung verwalten, erklären die Entwickler.
Für den industriellen Anlagenbau hat fischer den chemischen Highbond-Anker FHB dyn entwickelt. Das Unternehmen erhielt jetzt die Erweiterung der allgemeinen Bauartgenehmigung (aBG) für den Einsatz des Injektionssystems in Stahlfaserbeton unter dynamischer Beanspruchung (Z-21.3-1748). Die Genehmigung ergänzt die Europäische Technische Bewertung (ETA-06/0171) für statische und quasi-statische Lasten in Stahlfaserbeton (M12 und M16).
Das System soll sich zur Befestigung von Säulenschwenkkränen, Industrierobotern oder anderen Industrieeinrichtungen in Industrieböden eignen. Eine FHB-A dyn Ausführung aus hochkorrosionsbeständigem Stahl sowie eine querkraftverstärkte Variante erweitern den Anwendungsbereich auf korrosive Umgebung und hohe dynamische Querkräfte.
Der fischer-Bolzenanker FAZ II Plus eignet sich laut Hersteller für hohe Lastaufnahme in Beton (ETA), Stahlfaserbeton (aBG) und Kalksandstein (Prüfgutachten). Variable Verankerungstiefen ermöglichen laut Hersteller ein millimetergenaues Anpassen an die Lasten. Durch höhere Quertragfähigkeiten und die Verarbeitung höherfesten Materials soll die neueste FAZ II Plus Generation weniger Befestigungspunkte und Anker pro Anwendung erfordern.
Die ETA bestätigt die Eignung der Versionen M16 bis M24 in galvanisch verzinktem Material und Edelstahl unter dynamischer Beanspruchung. Ein externes Gutachten bescheinigt die Nutzungsdauer von Verankerungen bis 120 Jahre (M10 bis M16). Die ETA deckt die seismischen Leistungskategorien C1 und C2 ab (M10 bis M24).
Die fischer UltraCut FBS II Betonschrauben vereinen nach Herstellerangaben höchste Tragfähigkeit mit schneller Montage. Je nach Ausführung sind sie regelkonform in gerissenem und ungerissenem Beton, im Innen- und Außenbereich sowie bei seismischen Belastungen der Leistungskategorien C1 und C2 einsetzbar. In der ETA ist die Feuerwiderstandsklasse bis R120 geregelt.
Aufgrund des Formschluss soll die UltraCut FBS II die Kraftübertragung und spreizdruckfreie Montage gewährleisten. Die patentierte Gewindegeometrie und der große Kerndurchmesser sollen hohe Zug- und Querkräfte in den Beton einleiten können. Die Anwendung erfolgt per Durchsteckmontage – bei senkrechten Bohrungen in Boden- und Deckenbereichen ohne weitere Bohrlochreinigung.
Das Tool FXC 85 setzt Nägel mit dem 18-Volt-Akku von Bosch mit einer Energie von 85 J in Beton und Stahl. Es ist mit allen AMPShare Geräten derselben Voltklasse kompatibel. Das gasbetriebene Setzgerät FGC 100 setzt Nägel mit 100 J für Direktbefestigungen in Beton, Stahl sowie Vollziegel- und Kalksandsteinmauerwerk. Der Akku ermöglicht mehr als 8000 Befestigungen mit einer Ladung, informiert der Hersteller.