Waldkirch (ABZ). – Das Unternehmen Sick, ein Anbieter von sensorbasierten Automatisierungslösungen, hat im Geschäftsjahr 2024 nach eigener Aussage trotz eines herausfordernden Marktumfelds ein solides Ergebnis erzielt.
Wie die Firma mit Hauptsitz in Waldkirch mitteilte, ging der Konzernumsatz um 8,9 Prozent auf 2,103 Milliarden Euro zurück.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) reduzierte sich um 51,4 Prozent auf 91,9 Millionen Euro, was einer EBIT-Marge von 4,4 Prozent entspricht. Bei konstanten Wechselkursen hätte der Umsatzrückgang laut Unternehmensangaben bei 7,8 Prozent gelegen. "Mit Blick auf die schwierigen Rahmenbedingungen haben wir 2024 ein solides Ergebnis erreicht", erklärt Dr. Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender der Sick AG. "Das haben wir vor allem dem engagierten Einsatz unserer Mitarbeitenden weltweit zu verdanken." Während die Geschäftsentwicklung in Deutschland und im asiatisch-pazifischen Raum – insbesondere in China – stärker von der schwierigen Marktsituation betroffen war, fiel der Umsatzrückgang in den Regionen EMEA und Americas weniger stark aus. In einigen Märkten wie Österreich, Großbritannien, Kanada, Brasilien sowie Indien und Südostasien konnte Sick nach eigenen Angaben teilweise sogar zweistellige Wachstumsraten erzielen.
Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte der Sick-Konzern 11 804 Mitarbeitende, was einem Rückgang von 3,1 Prozent entspricht. Durch die zu Jahresbeginn 2025 in Kraft getretene strategische Partnerschaft mit Endress+Hauser für die Prozessautomation wechselten rund 800 Sick-Mitarbeitende aus dem ehemaligen Geschäftsbereich "Cleaner Industries" in das Joint Venture der Bezeichnung "Endress+Hauser Sick". Trotz des herausfordernden Umfelds investierte die Firma weiterhin stark in Forschung und Entwicklung.
Mit 12,2 Prozent des Umsatzes blieben die F&E-Ausgaben auf hohem Niveau, heißt es seitens der Verantwortlichen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Bereich Industrial AI (Künstliche Intelligenz für die Industrie). Im Jahr 2024 meldete das Unternehmen 163 Patente an, darunter 26 Lösungen, die explizit auf Industrial AI und Deep Learning basieren. "Mit unseren intelligenten Sensorlösungen und dem Fokus auf Automatisierung in Produktion und Logistik sowie Industrial AI werden wir 2025 für Sick profitabel gestalten", betont Gökstorp mit Blick auf die Zukunft. Als globales Unternehmen, das mehr als 80 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands generiert, sei Sick jedoch auf stabile wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen angewiesen.