Rocester|Großbritannien (ABZ) | JCB baut nach eigenen Angaben seine Produktionskapazitäten in Großbritannien und den USA aus. Im Mittelpunkt stehen die Modernisierung des Unternehmenssitzes in Staffordshire und ein neues Werk in San Antonio, Texas. Das US-Werk soll im kommenden Monat eröffnet werden und nach Herstellerangaben in den kommenden fünf Jahren rund 1.500 Arbeitsplätze schaffen.
Die Investitionen erfolgen zeitgleich mit der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2025. JCB erzielte nach eigenen Angaben einen Umsatz von 5,7 Milliarden Pfund und einen Gewinn vor Steuern von 642 Millionen Pfund. Der Absatz lag bei 113.498 Maschinen. Trotz stagnierender Nachfrage in Nordamerika und eines Marktrückgangs von 12 Prozent in Indien konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben seinen weltweiten Marktanteil steigern.
Für die Modernisierung des Unternehmenssitzes in Staffordshire sind 100 Millionen Pfund vorgesehen. Dazu gehört eine vollautomatische Pulverbeschichtungsanlage im Wert von 60 Millionen Pfund. Nach Herstellerangaben sollen damit mehr als 8.000 Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich langfristig gesichert werden.
Das neue Werk in San Antonio wird mit rund 1 Milliarde US-Dollar errichtet. Auf einer Fläche von rund 93.000 m2 sollen künftig Loadall-Teleskoplader und Hebetechnik für Nordamerika gefertigt werden.
JCB hat nach einem Entwicklungsprogramm mit einem Volumen von 100 Millionen Pfund wasserstoffbetriebene Maschinen in die Serienproduktion überführt. Der JCB Hydromax erreichte auf den Bonneville Salt Flats in Utah 406,320 mph (653,909 km/h). Nach Herstellerangaben handelt es sich damit um das schnellste wasserstoffbetriebene Fahrzeug. Angetrieben wurde der Hydromax von zwei seriennahen Wasserstoffmotoren aus dem JCB-Werk in Foston, Derbyshire.
Parallel übernimmt George Bamford gemeinsam mit seinem Vater Lord Bamford den Vorsitz des Familienunternehmens. Nach Angaben von JCB ist dies die erste Veränderung an der Unternehmensspitze seit mehr als 50 Jahren. »Im vergangenen Jahr feierte JCB sein 80-jähriges Bestehen. Mit Blick auf die Zukunft investieren wir massiv in die Weiterentwicklung unseres Unternehmens – von der Modernisierung unseres Hauptsitzes in Staffordshire über unsere wegweisende Wasserstofftechnologie bis hin zu unserem neuen Werk in Texas. Als Teil dieses nächsten Kapitels freue ich mich sehr, dass mein Sohn George Co-Chairman von JCB wird. Wir waren nie ein Unternehmen, das stillsteht, und diese Investitionen werden sicherstellen, dass JCB die Chancen der Zukunft optimal nutzen kann«, so Lord Bamford, Chairman JCB.
»Seit der Gründung von JCB durch meinen Großvater im Jahr 1945 stehen Innovation und Investitionen in Großbritannien im Mittelpunkt unseres Handelns. Der JCB Hydromax hat der Welt gezeigt, wozu britische Ingenieurskunst fähig ist. Derselbe Geist steckt in jeder Maschine, die wir bauen. Obwohl JCB im Laufe der Jahre weltweit gewachsen ist, liegt unsere Heimat weiterhin hier. Die Rekord Investitionen in unsere Standorte und neue Produkte sind gute Nachrichten für Großbritannien und gute Nachrichten für JCB«, ergänzt Georg Bamford, Co-Chairman JCB.
