Genua/Italien (ABZ) | Für den Bau eines Mega-Trockendocks für große Kreuzfahrtschiffe in Genua, eines der bedeutendsten maritimen Bauprojekte Italiens, nutzt das Unternehmen R.C.M. Costruzioni srl drei Seilbagger von Liebherr.
Der HS 8100.1 ist mit dem hydraulischen Greifer HSG 5-18 L im Einsatz. Zwei weitere Seilbagger des Typs HS 8130.1 arbeiten mit mechanischem Greifer und der Fräse LSC 8-20. Laut Hersteller stellt das im Baufeld verbaute Eisen eine Herausforderung für die Spezialtiefbau-Geräte dar. Für das maritime Infrastrukturprojekt müssen Schlitzwände in unterschiedlicher Ausführung erstellt werden.
Abhängig von der statischen Funktion als tragende oder nicht-tragende Elemente unterscheiden sie sich in Breite und Tiefe. Gemeinsam ist ihnen allen, dass die Realisierung herausfordernd ist, denn im Hafenbereich sind Betonfundamente mit sehr viel Eisen verbaut. Für das italienische Unternehmen R.C.M. Costruzioni srl ist es wichtig, leistungsstarke Geräte einzusetzen, die diese Bodenschichten durchdringen.
»Wir vertrauen schon seit vielen Jahren auf Liebherr. In diesem Fall setzen wir eine großdimensionierte Schlitzwandfräse ein, um den Bauprozess zu beschleunigen«, sagt Bauleiter Leoncio Fortunato. Das hohe Drehmoment der Fräsräder sei bei diesem Härtetest entscheidend. Ein großer Vorteil für den Kunden ist, dass dieses am Liebherr-Standort in Nenzing vorab am Prüfstand getestet und überprüft werden kann. Mit der Liebherr-Fräse LSC 8-20 arbeitet R.C.M. Costruzioni srl bis in eine Tiefe von 10 m. Das neue Modell ist nach Unternehmensangaben in Genua erstmals im Einsatz, nachdem es auf der letzten bauma präsentiert wurde.
»Die Schlitzwandfräse ist äußerst leistungsstark und zuverlässig. Sie verfügt über eine hohe Fräskraft und ermöglicht einen gleichmäßigen und effizienten Aushub, ohne dass es zu übermäßigen Belastungen kommt«, erzählt Manuel Dazzi, der die Fräse bedient. Für die weiteren Aushubarbeiten sind zwei Seilbagger mit Schlitzwandgreifern ausgerüstet: der HS 8100.1 mit dem hydraulischen HSG 5-18 und der HS 8130.1 mit einer mechanischen Ausführung.
Damit wird bis zu 34 m in die stabile Tonschicht des Bodens gegraben, um eine sichere Einbettung der Schlitzwände zu erreichen. Sowohl die Fräse als auch der hydraulische Greifer von Liebherr sind modular aufgebaut und können flexibel angepasst werden, informiert der Hersteller. Beide überzeugen mit einem robusten Grundkörper, einem hohen Gewicht und niedrigen Schwerpunkt, wodurch eine noch bessere Vertikalität erreicht wird. Speziell bei größeren Dimensionen der Schlitzwand oder bei ausgesprochen schwierigen Bodenverhältnissen wie beim Bau des Trockendocks in Genua ist das von besonderer Bedeutung.
Alle drei Seilbagger sind nicht nur in der Anwendung gut kombinierbar, sondern auch für die Bedienenden, da die Steuerung über das jeweils gleiche Kabinenkonzept mit den gleichen Bedienhebeln und Bildschirmen erfolgt, heißt es.
So kann zwischen den Geräten einfach gewechselt und produktiv gearbeitet werden. »Ausschlaggebend für die Wahl der Maschinen sind ihre hohe Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und der umfassende Wartungsservice sowie die technische Beratung von Liebherr bei der Planung und Umsetzung der einzelnen Bauphasen. Das trägt maßgeblich zur erfolgreichen und termingerechten Durchführung der Bauarbeiten an der Kaianlage bei«, sagt Bauleiter Leoncio Fortunato.
»Das ganze Projekt ist durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Bauunternehmer und Maschinenhersteller, moderne Technik und präzise Planung gekennzeichnet. Das Ziel ist die erfolgreiche Realisierung eines leistungsfähigen und zukunftsorientierten maritimen Infrastrukturprojekts von nationaler Bedeutung.« R.C.M. Costruzioni srl begann 2023 mit den Arbeiten und wird das Projekt 2026 abschließen.