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WDV-System für Studentenwohnheim

In Berlin-Lichtenberg stehen zwei Hochhäuser mit 530 Studentenapartments, realisiert in modularer Bauweise. Das WDV-System Knauf WARM-WAND Plus sorgt für die nötige Dämmung.

Von ABZ

Berlin (ABZ) | In der Rhinstraße in Berlin-Lichtenberg sind zwei Wohngebäude mit insgesamt 530 Studentenapartments sowie einer Kindertagesstätte und Gewerbeflächen entstanden.

Das Projekt wurde in modularer Bauweise realisiert. Für die Fassadendämmung der vorgefertigten Betonmodule kam das Wärmedämm-Verbundsystem Knauf WARM-WAND Plus zum Einsatz. Nach Angaben des Herstellers entstanden auf rund 17.000 m² Wohnfläche Unterkünfte für etwa 800 Studierende. Die beiden Hochhäuser verfügen jeweils über elf Geschosse. Das Bauvorhaben wurde mit dem von der Lechner Group entwickelten Verfahren »Modulares Bauen 4.0« umgesetzt. Dabei werden die Raummodule im Werk weitgehend vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert. Die Vorfertigung beginnt laut Projektbeteiligten parallel zu den Erschließungs- und Gründungsarbeiten auf der Baustelle. Nach Angaben der Lechner Group liegt der Vorfertigungsgrad bei rund 90 %. Die Module werden just in time angeliefert und vor Ort montiert. Bis zu zehn schlüsselfertige Module können nach Unternehmensangaben täglich installiert werden.

Die Module stehen in unterschiedlichen Größen zur Verfügung. Im Berliner Projekt verfügten sie über Wohnflächen zwischen 17,27 und 18,86 m². Die Apartments wurden bereits im Werk mit Bad, Pantryküche, Boden-, Wand- und Deckenbeschichtungen sowie sämtlichen Leitungen und Anschlüssen ausgestattet. Auf der Baustelle waren lediglich Restarbeiten auszuführen. Für die Dämmung der Betonfassaden kam das Wärmedämm-Verbundsystem Knauf WARM-WAND Plus mit Mineralwolle zum Einsatz. Nach Herstellerangaben eignet sich das System insbesondere für Gebäude mit erhöhten Anforderungen an den Brandschutz. Darüber hinaus verbessert die Dämmung laut Hersteller den Schallschutz um bis zu 16 dB. Auf nahezu allen Fassadenflächen wurden Mineralwolleplatten MW Wolle 035 mit einer Dicke von 260 mm verarbeitet. An den Giebelseiten kamen aus energetischen Gründen 300 mm starke Dämmplatten zum Einsatz. Insgesamt wurden ungefähr 12.000 m² Fassadenfläche innerhalb von sechs Monaten gedämmt und verputzt. Die Dämmplatten wurden mit dem Klebe- und Armiermörtel Knauf SM300 sowie Armiergewebe 5x5 auf den Betonuntergrund geklebt.

Aufgrund der Gebäudehöhe und der Windlast erfolgte zusätzlich eine Befestigung mit versenkten Knauf Schraubdübeln. Die Dübel wurden mit Knauf STR Rondelle MW abgedeckt, um Wärmebrücken zu reduzieren. »Die Verarbeitung von Knauf WARM-WAND ging gut von der Hand. Lediglich die Dämmstoffdicke von 300 Millimeter an den Giebelseiten war eine Herausforderung«, beschreibt Fachunternehmer Murat Bakis. Besondere Aufmerksamkeit galt nach Herstellerangaben der Planung der Fassadenanschlüsse. »Bei der Planung und Umsetzung des wärmebrückenfreien WDVS galt es ein besonderes Augenmerk auf Kästen für die kontrollierte Be- und Entlüftung der Wohnmodule an der Fassade und auf die sonstigen Anschlüsse zu legen«, beschreibt Jörg Freimuth, Gebietsleiter Berlin bei Knauf.

Für die Fensteranschlüsse wurde das selbstklebende Fensteranschlussprofil Flexibel mit Schattenfuge und Fugendichtband FD verwendet. Als Oberputz kam der mineralische Universal-Scheibenputz SP 260 Pro mit 2 mm Körnung zum Einsatz. Die Fassadenbeschichtung erfolgte mit Knauf Siliconharz-EG-Farbe. Nach Angaben des Herstellers erfüllt das eingesetzte Wärmedämm-Verbundsystem die energetischen Anforderungen des Gebäudes nach dem Standard BEG-Effizienzhaus 40.

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