Köln (ABZ). – Der Rohrleitungsbauverband (rbv) hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit der IHK Köln 55 neue Netzmeister verabschiedet. Bei der feierlichen Übergabe der Meisterbriefe am 19. Mai 2025 in Köln erhielten 38 Absolventen der Fachrichtung Gas/Wasser und 17 Absolventen des Fachbereichs Fernwärme ihre Urkunden.
"Verlassen Sie die ausgetretenen Pfade und gehen Sie mutig Ihren eigenen Weg", riet rbv-Hauptgeschäftsführer Dieter Hesselmann den zwei Frauen und 53 Männern, die den sieben Monate dauernden Fortbildungslehrgang abgeschlossen haben. Mit rund 1050 Unterrichtsstunden und 30 Dozenten bietet der Lehrgang nach Verbandsangaben eine Ausbildung auf höchstem fachlichen Niveau.
In seiner Festrede zum Thema "Leitungsbau in Zeiten von Regierungswechsel und Sondervermögen" betonte rbv-Präsident Dr. Ralph Donath die Bedeutung des Leitungsbaus für die Energiewende. "Wir brauchen eine Politik des gesunden Menschenverstands, die Planungs- und Genehmigungsprozesse endlich beschleunigt", forderte Donath. Er plädierte für Pragmatismus und Technologieoffenheit bei der Planung des Energiesystems und sagte, dass Gasnetze auch in Zukunft ein notwendiger Baustein im Gesamtkontext der Energiewende sein würden.
Die Meisterbriefe wurden von Vera Lange, Leiterin Prüfungswesen Fortbildung und Bildungsrecht der IHK Köln, und Lothar Schiffmann, dem langjährigen Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Netzmeister der IHK Köln, überreicht. Besonders geehrt wurden die Jahrgangsbesten. Im Bereich Gas und Wasser waren dies Jean-Philippe Heimann, Sebastian Falkenberg und Alexander Panthen, im Bereich Fernwärme Marcel Becker, Nina Gerdes und Matthias Giese. Die ungebrochen starke Nachfrage nach dem Lehrgang unterstreicht laut rbv, wie sehr die Fachkräfte im Leitungsbau den Wert der Weiterbildung schätzen. "Der nächste Netzmeisterlehrgang unseres Berufsförderungswerks ist bereits komplett ausgebucht", sagte Hesselmann.
Der 1950 gegründete Rohrleitungsbauverband fördert Forschung und Technik in den Bereichen Leitungsbau und Netzdienstleistungen der Wasser- und Abwasserwirtschaft, der Energieversorgung und der Telekommunikation. Der rbv vertritt eigenen Angaben zufolge 600 Mitgliedsunternehmen.