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Der SkyOne Heidelberg der Max-Jarecki-Stiftung mit patentiertem System abgedichtet

Von ABZ
Neubau in der Bahnstadt
Beim Bau des Büro- und Laborgebäudes SkyOne in Heidelberg kam auch das STOPPER SCREW System von Mastertec zum Einsatz. | Foto: A. Altenbach Heidelberg

Heidelberg (ABZ). – Mit dem SkyOne lässt die Max-Jarecki-Stiftung bereits das dritte hochmoderne Büro- und Laborgebäude in Heidelbergs neuer Bahnstadt errichten. Nach SkyLabs und SkyAngel entsteht derzeit das neue Gebäude am Tor zur Bahnstadt, einem erst vor wenigen Jahren neu geschaffenen Stadtteil Heidelbergs. Das Bauwerk soll als Deutschlandzentrale der Ascendis Pharma GmbH dienen und wurde gemeinsam mit den künftigen Nutzern entwickelt.

Beim Bau kommt unter anderem der STOPPER SCREW von Mastertec zum Einsatz. Das patentierte System zur Abdichtung von Schalungsspannstellen wurde von der MFPA Leipzig neuerdings auch auf seine Eignung für konische Ankerlöcher geprüft.

Die Max-Jarecki-Stiftung verfolgt laut eigener Angabe damit ihr Ziel, die Attraktivität Heidelbergs für forschende Unternehmen zu steigern sowie die Entwicklung in den Bereichen Technologie und Wissenschaft in der Region zu fördern. Das Engagement um die Zukunft des Standorts zeigt sich dabei anhand eines zwischenzeitlichen Gesamtinvests von mehr als 250 Millionen Euro durch die Stiftung am Standort Heidelberg.

Wie SkyLabs und SkyAngel soll auch SkyOne als Büro- und Laborgebäude dienen. Nach seiner für 2025 geplanten Fertigstellung soll SkyOne zur neuen Deutschlandzentrale der Ascendis Pharma GmbH werden. Um vollständig an die Bedürfnisse des Biotechnologieunternehmens angepasst zu sein, wurde das Gebäude gemeinsam mit seinen zukünftigen Nutzern entwickelt.

Der Entwurf kam von Werkstadt Fischer Architekten, die auch bereits SkyLabs und SkyAngel geplant hatten. Die Kernfrage sei gewesen, wie sie ein Laborgebäude mit besonderen technischen Eigenschaften in ein urbanes Quartier integrieren konnten, um die Themen Forschung, Arbeiten und Wohnen zu einem homogenen Ganzen zu verbinden. Um dies zu verwirklichen, setzten die Architekten unter anderem darauf, "materielle und formale Bezüge zur umgebenden Bebauung herzustellen". Beispielsweise wurden Klinker für die Fassade von SkyOne gewählt, die eine visuelle Verbindung zu den umgebenden Bestandsgebäuden schaffen sollen.

Für den Rohbau zeichnen die Bauunternehmen A. Altenbach und Streib verantwortlich. Abgesehen von zwei Bombenfunden innerhalb von nur zwei Wochen, die anfangs für Verzögerungen gesorgt hatten, sei der Bau unkritisch verlaufen, sagt Artem Stach, Bauleiter von A. Altenbach.

Beim Bau von SkyOne entstanden – wie überall, wo im Stahlbetonbau mit zweihäuptigen Schalungen gearbeitet wird – Ankerlöcher in den Betonbauteilen, die gegen eindringendes Wasser abgedichtet werden mussten. Dafür setzten die Bauunternehmer auch auf das patentierte STOPPER-SCREW-System der Firma Mastertec. STOPPER SCREWs sind geschraubte Innenabdichtungen, die mit ihrer Plastikkralle in die Spannstelle eingeführt und anschließend mit dem Akkuschrauber angezogen werden. Dabei expandiert der Gummi des STOPPER SCREW und verschließt die Ankerlöcher bis in die kleinsten Lunker.

"Wir haben nach dem Prinzip der Weißen Wanne gebaut und die STOPPER SCREWs speziell in den Entlüftungsschächten des Untergeschosses eingesetzt", erläutert Stach und weiter: "Das System wurde uns empfohlen und hat sich tatsächlich als einfachste Lösung erwiesen, um an dieser Stelle sicher abzudichten."

Umfangreiche Prüfungen bestätigen, dass der STOPPER SCREW Schalungsspannstellen und Ankerlöcher zuverlässig abdichtet, betont der Hersteller. Die neueste Prüfung bezieht sich auf einen immer wichtiger werdenden Anwendungszweck: konische Ankerlöcher. "Diesen speziellen Anwendungsbereich prüfen zu lassen, war uns schon deshalb wichtig, weil Schalungssysteme, die anstelle klassischer Distanzrohre aus Faserzement oder Kunststoff mit konischen Ankerstäben arbeiten, europaweit immer mehr an Bedeutung gewinnen", sagt Christopher Stäblein, Leiter der Entwicklungsabteilung bei Mastertec. "Die Abdichtung der hierbei im Betonbauteil verbleibenden Ankerlöcher stellt eine Herausforderung dar, bei der sowohl der Konusverlauf als auch die Wandungsoberfläche der Ankerstellen zu berücksichtigen sind", erläutert er.

Mastertec hat das STOPPER-SCREW-System laut Unternehmensinformation ergänzend zu den bestehenden Prüfungen speziell auf die Anwendung bei konischen Ankerlöchern von der MFPA in Leipzig testen lassen. Stellvertretend für konische Ankersysteme wurde der Versuch am Schalungssystem Peri MX 15 und MX 18 durchgeführt. Die Steigung des Konusverlaufs betrug in der Prüfung: Peri MX 15: 18,4 mm auf 22,3 mm – Peri MX 18: 24,3 mm auf 27,6 mm. Bei beiden Prüfkörpern sei die Druckwasserprüfung über 28 Tage mit 5 bar anstehendem Wasserdruck erfolgreich, also ohne Wasserdurchtritt, abgelegt worden. "Ein weiterer Faktor, der bei konischen Ankersystemen berücksichtigt werden muss, ist die Oberflächenqualität der Ankerloch-Innenfläche", sagt Stäblein und ergänzt: "Sowohl der Zeitpunkt, zu dem der Anker gezogen wird, als auch die Sorgfalt, mit der bei der Betonage um die Ankerstelle verdichtet wurde, wirken sich auf die Oberfläche aus."

Gerade bei mangelnder Sorgfalt könne die Oberfläche von Riefen und Lunkern geprägt sein. Technisch biete der beim Anziehen expandierende Gummi des STOPPER SCREW Systems die Lösung für dieses Problem. Die TPE-Mischung arbeite sich in kleinste Lunker der Betonoberfläche und dichte sie sicher wie dauerhaft ab.

Die Prüfung auf konische Ankerlöcher reiht sich ein in zahlreiche weitere Prüfungen, die dem STOPPER SCREW gute Eigenschaften bei der Abdichtung von Schalungsspannstellen und Ankerlöchern bescheinigen, so das Unternehmen. So halte er je nach Größe und Material der abzudichtenden Schalungsspannstelle einem Wasserdruck von 4 bis 7 bar stand. Er wurde mit der Feuerwiderstandsklasse EI 240 nach DIN EN 13501-2 klassifiziert. Das Ergebnis der Prüfung der Norm-Schallpegeldifferenz nach DIN EN ISO 10140-2 attestiert einem mit dem STOPPER SCREW beidseitig verschlossenem Ankerloch die identische Schallpegeldifferenz wie monolithischer Beton gleicher Bauteildicke. Ebenso verhindere der STOPPER SCREW das Eindringen des natürlich vorkommenden Edelgases Radon.

Der STOPPER SCREW ist für Distanzrohre und Ankerlöcher mit einem Innendurchmesser von 17 bis 34 mm konzipiert. Er ist in den Varianten "in" und "covered" erhältlich, die einen optisch ansprechenden Verschluss sowohl bei Distanzrohren mit Dichtlippe als auch mit Konus ermöglichen.

Mastertec biete mit dem STOPPER zudem einen speziell für den druckdichten Verschluss von Faserzement- und Kunststoffmauerstärken entwickelten Stopfen aus hochwertigem Kunststoff. Dieser dichtet laut Unternehmen sofort nach dem Einschlagen ab und zeichnet sich wie der STOPPER SCREW unter anderem durch umfangreiche Prüfungen und einen geringen Platzbedarf bei Lagerhaltung aus. In den Varianten STOPPER in, STOPPER mini und STOPPER maxi sowie in allen gängigen Größen erhältlich, findet sich die passende Lösung für das jeweilige Bauprojekt.

Wie die Gebäude vor ihm ist auch SkyOne Teil von Heidelbergs Bahnstadt, über deren Entstehung die ABZ bereits mehrfach berichtet hat. Auf einem mehr als 100 ha großen Areal, zuvor eine von der Deutschen Bahn aufgegebenen Brache, entsteht bereits seit 2010 ein völlig neuer Stadtteil der Universitätsstadt am Neckar. Nach ihrer Fertigstellung soll die Bahnstadt die größte Passivhaussiedlung der ganzen Welt beherbergen und rund 6000 Einwohnern Platz bieten. Durch die Ansiedlung von Gewerben und Dienstleistern sollen gleichzeitig etwa 7000 neue Arbeitsplätze entstehen, etwa 240 bis 320 davon im SkyOne.

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