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Kässbohrer zeigt nachhaltige Fahrzeuglösungen auf Messe

Kässbohrer präsentierte auf der transport logistic 2025 in München nachhaltige Fahrzeuglösungen und eröffnete eine Outdoor-Teststrecke für künftige Innovationen.

Von ABZ
Neue Teststrecke für emissionsfreie Fahrzeuge
Der elektrifizierte Kühlkoffer der nächsten Generation von Kässbohrer ist mit BPW und Thermo King ausgestattet, um Kühlaggregate während temperaturgeführter Transporte elektrisch anzutreiben. Nach eigenen Angaben ist eine gleichmäßige Kühlung im gesamten Fahrzeug gewährleistet. | Foto: Kässbohrer

München (ABZ). – Auf der Messe transport logistic 2025 in München hat Kässbohrer laut eigener Aussage vom 2. bis 5. Juni seine Stakeholder empfangen und dabei nachhaltige Fahrzeuglösungen präsentiert. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen die Eröffnung seiner ersten eigenen Outdoor-Teststrecke an.

Zu den Highlights zählten aus Sicht des Unternehmens das preisgekrönte Octagon-Containerchassis, ein elektrifiziertes Kühlfahrzeug mit emissionsfreier Kühlung sowie das nach Herstellerangaben leichteste 20-Fuß-Tankcontainerchassis Europas..

Am 3. Juni fand der zweite K-Expert Talk zur Elektrifizierung statt. Kässbohrer begrüßte dabei Projektpartner aus dem EU-geförderten ZEFES-Projekt (Zero Emissions flexible vehicle platforms with modular powertrains serving the long-haul Freight Eco System). Vertreter von ALICE, DPD, ETB, Prima Frio, Scania und Volvo informierten über Entwicklungen bei der Umsetzung elektrifizierter Fahrzeuge und des intermodalen Transports.

"Da unsere Branche einen tiefgreifenden Wandel durchläuft, um die Null-Emissions-Ziele zu erreichen, ist die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten unerlässlich", erklärte Kässbohrer-Vorstandsmitglied Iffet Turken.

Die starren und ausziehbaren Containerchassis von Kässbohrer zeichnen sich laut Hersteller durch das achteckige Zentralrahmen-Chassis-Design aus. Der Octagon-Rahmen gewann den Trailer Innovation Award in der Kategorie 'Chassis' und soll 30 Jahre lang anhaltende Torsionsprobleme gelöst haben, die zu Fahrzeugschäden beim Ausfahren führten.

Der Octagon-Mittelrahmen ist nun standardisiert

Seit April 2024 ist der Octagon-Mittelrahmen in allen ausziehbaren Containerchassis von Kässbohrer sowie in den Standard- und leichtesten festen Schwanenhals-Containerchassis standardisiert. Die Containerchassis wurden nach Angaben des Unternehmens in den Forschungs- und Entwicklungszentren nach umfangreichen Tests für eine normale Lebensdauer von 1.000.000 km zugelassen. Das multifunktionale, vorne, in der Mitte und hinten ausziehbare Oktagon-Containerchassis transportiert die gesamte Palette an Containern von 20 Fuß bis 45 Fuß HC sowie 13 600 mm Cargo-Boxen und 45 Fuß Wechselbrücken.

Der elektrifizierte Kühlkoffer von Kässbohrer ist mit Komponenten von BPW und Thermo King ausgestattet, um Kühlaggregate während temperaturgeführter Transporte elektrisch anzutreiben.

Ausgestattet mit einer GFK-Platte mit einem K-Wert von 0,31 und fortschrittlicher Luftzirkulation soll der e-Reefer eine gleichmäßige Kühlung im gesamten Fahrzeug garantieren. Diese Technologie ermöglicht nach Herstellerangaben Kraftstoffeinsparungen von bis zu 4000 l pro Jahr und reduziert die CO2-Emissionen um bis zu 10 t – mehr als 50 % effizienter als andere elektrifizierte Kühlfahrzeuge.

Kässbohrer präsentierte auf der Hoffläche sein 20-Fuß-Tankcontainerchassis. Gefertigt aus S 700 MC-Stahl und KTL-beschichtet hat das Chassis laut Hersteller ein Eigengewicht von 3250 kg. Das K.SHF.T 20 mit vier Containerverriegelungen ermöglicht den Transport von 20-Fuß-Tankcontainern und bis zu 7,82-Meter-Wechseltankcontainern.

Das Chassis verfügt über offenen Zugang am Heck und an den hinteren Seitenplattformen, präzise platzierte Schlauchträger, eine Auffangwanne aus Edelstahl am Heck und hintere Seitenplattformen aus Aluminium.

Investitionen sollen in die Forschung fließen

Kässbohrer kündigte die Fortsetzung seiner Investitionen in Forschung und Entwicklung mit der Eröffnung der ersten eigenen Outdoor-Teststrecke an. Die neue Strecke wurde in Zusammenarbeit mit der Forschungs-, Entwicklungs- und Testorganisation IDIADA entwickelt und Anfang 2025 auf dem Adapazarı Mega Campus in Betrieb genommen.

Das Unternehmen testet und validiert seine Fahrzeuge auf Robustheit, Sicherheit und Kostenoptimierung über einen Zeitraum von 1.000.000 km bei normaler Nutzung. Kässbohrer profitiert von Testzentren, die sich über eine geschlossene Fläche von 22.000 m² erstrecken.

Die neue Teststrecke soll Effizienz in die Test- und Validierungsprozesse bringen, bei denen Torsions-, Vibrations- und Stabilitätstests intern durchgeführt werden, erläutert der Nutzfahrzeugspezialist.

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