Mannheim (ABZ). – Für die neue Unternehmenszentrale von Hitachi Energy Germany im Mannheimer Franklin-Quartier hat der Projektentwickler langlebige Ravatherm XPS 300 SL Dämmplatten in einer Stärke von 2 x 200 mm gewählt. Das 4-stöckige Gebäude in Vollholz-Bauweise wurde von der DGNB bereits mit Platin vorzertifiziert.
Hitachi Energy Deutschland hat das Gebäude mit insgesamt 14 840 m2 Bruttogrundfläche langfristig als Unternehmenszentrale angemietet. Nach der Fertigstellung können sich die zunächst 750 Beschäftigten auf einen Arbeitsplatz freuen, denn die komplette Tragkonstruktion ab dem Erdgeschoss ist aus Holz. Der Projektentwickler 3iPro GmbH und das Generalunternehmen Köster setzten auf eine Holz-Hybridlösung: nur das Untergeschoss und die Kerne für Treppenhäuser und Aufzugsschächte sind aus Stahlbeton.
Photovoltaikmodule sind auf der Pergola der Dachterrasse und umlaufenden Krempen in die Fassade integriert, und für die Bewässerung wird Regenwasser genutzt. Ein Dachgarten krönt die moderne Unternehmenszentrale.
Entspannen können sich die Beschäftigten im dicht begrünten Innenhof und auf einem Dachgarten – inklusive einer umlaufenden, schattenspendenden Pergola. Das Umkehrdach mit insgesamt 1700 m2 bietet zum Innenhof hin Terrassen mit Sitzbänken, umgeben von einer extensiven und intensiven Begrünung.
Um diesen „krönenden Abschluss“ bei dem Holzdach zu ermöglichen, wählte das Generalunternehmen Köster GmbH einen darauf abgestimmten Deckenaufbau. „Dieser Aufbau gewährleistet den Brand- und Schallschutz in der Holzkonstruktion und ist komplett rückbaubar“, sagt Projektleiter Ivan Grgic von Köster.
Dafür verlegten die Facharbeiter des beauftragten Handwerkbetriebs Scheu Flachdachbau GmbH zunächst eine 2-lagige bituminöse Abdichtung mit wurzelfester Oberlage als Abdichtung. Darauf brachte das Dachdeckerteam die Ravatherm XPS 300 SL Dämmplatten von Ravago Building Solutions zweilagig in einer Gesamtstärke von 400 mm ein.
„Das ging zügig und schnell – wir mussten die Dämmplatten ja nur ineinanderschieben und minimale Anpassungsarbeiten an Anschlüssen und Durchdringungen vornehmen, verkleben oder mechanisch befestigen ist hier entfallen“, sagt Luigi Castellucci, Projektleiter der Firma Scheu Flachdachbau.
Um die Anforderungen an den Schallschutz sicherzustellen wurde auf dem 40 cm hohen Dämmungsaufbau – mit einer Trennlage aus MK-Vlies von Ravago – eine zusätzliche Betonplatte mit 50 mm eingeplant.
Im letzten Schritt wurden unter den begrünten Teilbereichen der Dachfläche Wasserretentionsboxen mit passendem Grünaufbau eingebaut. Für die als Aufenthaltsbereiche vorgesehenen Teilbereiche der Terrassenflächen verlegte das Team des Dachbegrüners Betonplatten auf Stelzlager. Insgesamt ergibt sich daraus ein Gesamtaufbau von 55 bis 60 cm.
„Bei der Entscheidung für den Dachaufbau war auch die Rückbaubarkeit – und damit die Recyclingfähigkeit – ein wichtiges Kriterium. Der Aufbau mit den Ravatherm Dämmplatten lässt sich Schicht für Schicht wieder abtragen, weil sie nicht verklebt werden müssen“, sagt Projektleiter Ivan Grgic vom Generalunternehmer Köster und ergänzt: „Das ist ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit und zählt auch bei der Platinum-Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit (DGNB).“
„Zudem gibt es so weniger Komponenten, die altern oder beschädigt werden können“, betont Joachim Dittweiler, Gebietsleiter Technik Süd-West bei Ravago Building Solutions. „Unsere Dämmplatten sind langlebig, unempfindlich gegen Feuchtigkeit und können problemlos wiederverwendet werden.“
Die DGNB hat das Gebäude bereits mit Platin vorzertifiziert – mit einer der höchsten Punktzahlen aller Gebäude in Deutschland. „Dazu mussten alle Produkte zur Prüfung geschickt werden. Erst nach der Freigabe haben wir sie eingebaut“, sagt Ivan Grgic. Auch den Standard „QNG premium“ der KfW erreicht das Gebäude.
Die Rückbaubarkeit ist ein Bestandteil eines Nachhaltigkeitskonzepts, wie es für die Hitachi Energy Germany Zentrale in Mannheim erarbeitet wurde. Dazu tragen die Ravatherm XPS Dämmplatten langfristig bei: Denn sie lassen sich am Ende des Lebenszyklus einer Immobilie wiederverwenden, da sie nicht verklebt werden müssen.
Ravago arbeitet zudem zusammen mit dem FPX-Verband an einer nachhaltigen Lösung, um die Restabfälle der XPS-Produkte wiederzuverwenden. Mit XPS-Circular bietet FPX e. V., Verband der XPS Hersteller, eine Lösung für das Recycling von XPS Resten und Verschnitten an. In Kooperation mit dem Partner AMGIS GmbH werden XPS Abfälle separat in Säcken gesammelt und dem Recycling zugeführt.
Derzeit entsteht der zweite Bauteil der Unternehmenszentrale. Die beiden Gebäude sind durch einen Keller- und Tiefgaragenbereich verbunden. Der beheizte Mittelbereich mit den Technikräumen wurde in das Dämmkonzept einbezogen, die Tiefgarage selbst wird nicht beheizt. Im Anschlussbereich zum Gebäude wurde daher Ravatherm 300 SL in einer Stärke von 140 mm verbaut.