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Zerstörungsfreie Messungen der Schichtdicke bei beschichteten Bauteiloberflächen

Von ABZ

Kriens/Schweiz (ABZ). – Die optische Tomografie ist eine neue Methode, die mit Licht arbeitet. Mit dem Licht wird die Dicke einer Beschichtung auf fast allen Trägern mikrometergenau gemessen, wie der Tomografielösungs-Hersteller irscat.ch erläutert. Ein Messkopf besteht aus dem Sensor und der optischen Bank.

Sie bilden zusammen das Messsystem. Die optische Bank ist dem Unternehmen zufolge das Kernelement und erzeugt die Signale, die vom Sensor an den Rechner weitergeleitet werden. Werde als Sensor eine Videokamera oder ein Fotoapparat verwendet, entstehe daraus ein kostengünstiges Messgerät mit dem Nutzer die Dicke von Beschichtungen auf Kunststoff, Glas, Keramik oder auf Ton, auf Holz, Schaumstoffen, Beton oder auf Harzen zerstörungsfrei messen können.

Bei einer Messzeit von nur wenigen Sekunden wird mit dem neuen System die eigene Kamera zu einem professionellen Schichtdickenmessgerät umgebaut, betont der Hersteller. Die Technologie sei an vielen Anwendungen bereits überprüft und nachgewiesen. Bei beschichteten Bauteiloberflächen müssten unterschiedlichste Schichtdickenmerkmale beachtet werden um die gestellten Anforderungen zu erfüllen.

Dies bedeutet dem Unternehmen zufolge, dass der Kunde eine geeignete Gerätetechnik braucht, um diese vielfältigen Merkmale nachzuweisen und zu gewährleisten. Erst in jüngster Zeit wurden moderne Methoden entwickelt, welche erlauben, die verschiedenen Merkmale zuverlässig zu charakterisieren. Die tomografischen Methoden erlauben die selektive Messung der Dicke der Schichten und auch deren Haftung. Die völlig zerstörungsfreie Messung der Dicke einzelner oder verschiedener Schichten in einem mehrlagigen Schichtsystem, respektive die Charakterisierung deren Haftung, erfüllen gestellte Anforderungen von Bauherren.

Ein Messgerät ist dann richtig eingesetzt, wenn die geforderten Merkmale reproduzierbar und sicher bestimmt werden können. Im Prinzip kann die Messung jeder Dicke bereits an der Nassschicht erfolgen (Messkamm), die Messung kann aber auch nach der Austrocknung der Schicht(en) erfolgen. Bei Beschichtungen liefert das Volumen des flüssig aufgetragenen Stoffes oft keine eindeutige Korrelation mit der Trockenschicht-Dicke, weil sich Penetration des Beschichtungsmaterials auf den nicht homogenen Untergründen auswirken.

Der Nachweis der Schichtdicke erfordert deshalb stets Messungen an getrockneten beziehungsweise vernetzten Beschichtungen. Während man auf metallischen Untergründen die Dicke von Oberflächenschutzschichten magnetinduktiv oder nach dem Wirbelstromprinzip zerstörungsfrei messen kann, ist dies auf mineralischen Untergründen wie Beton, Holz oder Glas nur mit den modernen Verfahren der optischen Tomografie, mit Radar oder Terahertzwellen möglich.

Die Schichtdickenmessung mit dem Keilschnittverfahren sollte heute Vergangenheit sein, weil dieses Verfahren nicht zerstörungsfrei ist und moderne Verfahren mehr Messungen erlauben um eine statistisch gut gesicherte Aussage zur Dicke einer Schicht zerstörungsfrei zu ermitteln. Die Messgenauigkeit liegt im Bereich von 2 und 20 µm, je nach angewendeter Methode. Zur Bestimmung der effektiven Schichtdicke auf einem Träger erlauben die modernen Verfahren die Durchführung einer ausreichenden Anzahl von Messungen ohne großen Zeitaufwand, wie irscat verspricht. Liegen größere Schichtdicken (Bitumen, Zementschlämme) oder ausgeprägt flexibel formulierte Beschichtungen vor, wird die Schichtdicke mit Hilfe angepasster Radar- oder Schallwellen gemessen. Die Schichtdickenmessung beginnt bei wenigen Mikrometern (Primerschichten) und reicht bis über 10 cm Dicke.

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