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Rehau unterstützt Kempten bei schnellem Bauprojekt

Das Kemptener Kommunalunternehmen realisierte das größte Kanalbauprojekt Halde Nord in nur drei Jahren dank Rehau-Produkten, 9 km Rohre und 700 Schächte.

Von ABZ
Rekorderfolg im Kanalbau
Durch einen Überlaufschacht gelangt überschüssiges Wasser in ein darunterliegendes Speichermodul aus RAUSIKKO BOX-Element. | Foto: Rehau

Kempten (ABZ). – Die Erschließung "Halde Nord" in Kempten war für das Kemptener Kommunalunternehmen (KKU) laut eigener Aussage das größte Kanalbauprojekt in der Firmengeschichte.

In drei Jahren wurden auf dem Baugebiet rund 9 km Kanalrohre verlegt und mehr als 700 Kunststoffschächte gesetzt. Dass alles glatt lief und die Arbeiten zudem deutlich vor Ende des Zeitplans fertig waren, ist für Christian Lakeberg, technischer Leiter für Wasser und Abwasser beim KKU, eigener Aussage nach das eigentliche Highlight des Unterfangens. Zum Erfolg habe der Polymerspezialist Rehau entscheidend beigetragen.

Das KKU ist ein kommunales Versorgungs- und Dienstleistungsunternehmen für die Stadt Kempten im Allgäu. Zu den Kernkompetenzen gehören die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Projekte werden intern vorbereitet und in aller Regel an ein Ingenieurbüro weitergegeben, das sich dann um die Planung und Bauleitung kümmert.

"Im Grunde war das Projekt 'Halde Nord' eine normale Erschließung ohne riesige Rohrdurchmesser oder gewaltige Sonderbauwerke", sagt Lakeberg. "Die eigentliche Herausforderung war neben der Hanglage die schiere Größe der Baustelle." Organisation und Logistik sollen komplex gewesen sein. Jeden Tag musste das Material von Rehau termingerecht vor Ort sein. Für die umfangreichen Lieferungen musste stets eine große Abstellfläche bereitgestellt werden. Das KKU arbeitet seit 15 Jahren mit dem Systemhersteller aus Franken zusammen.

Beim KKU werden für Schmutz- und Mischwasserkanäle ausschließlich PP- oder Glasfaserrohre verwendet. Bei einem Durchmesser größer als DN 500 sind Glasfaserrohre laut Lakeberg meistens die wirtschaftlichere Lösung. Da auf der "Halde Nord" kleinere Durchmesser ausreichten, wurden ausschließlich Kunststoffrohre verwendet. Auch andere Komponenten wie Schächte, Anschluss-Systeme und Rigolen hat der Polymer-spezialist geliefert.

Das Baugebiet hat eine Fläche von 100.000 m², auf denen 420 Wohneinheiten entstanden sind: Geschosswohnungsbau, Reihen- und Einfamilienhäuser, dazu zwei Kindergärten und öffentliche Spielplätze. Für die Ableitung von Schmutz- und Regenwasser verlegte das Bauunternehmen Josef Hebel aus Memmingen ein Hochlast-Kanalrohrsystem auf einer Länge von 9 km. Zum Einsatz kamen Rohre vom Typ A-WADUKT HPP SN16 mit einem Durchmesser von DN 160 bis DN 500 in den Farben orange für Schmutz- und Mischwasser sowie blau für Regenwasser.

Mittels der Farbgebung lassen sich bei einem Trennsystem Fehlanschlüsse vermeiden und die Wartung vereinfachen. Zudem wurden rund 700 Kunststoffschächte vom Typ AWASCHACHT in den Nennweiten DN 800 und DN 1000 verbaut. Das KKU setzt dabei auf ein durchgängiges System, bei dem nicht nur die Rohre, sondern auch die Schächte aus Kunststoff sind. In vielen Kommunen würden zwar bereits Kunststoffrohre verlegt, aber mit Betonschächten kombiniert.

Auf dem Areal gibt es eine dezentrale Regenrückhaltung auf jedem einzelnen Grundstück. Für die Rückhaltung und Behandlung des Straßenniederschlagswassers wurden 56 lokal angeordnete Tiefbeete mit darunterliegenden Blockrigolen vom Typ RAUSIKKO One zum Speichern von Regenwasser angelegt. Die Speichermodule werden bereits im Werk gefertigt und können auf der Baustelle als Plug & Play-Lösung eingebaut werden, erläutert der Hersteller.

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