Kopenhagen/Dänemark (ABZ). – Der Wachstumskurs der Stark Group wurde im Geschäftsjahr 2024/25 unterbrochen. Der Baustoffhändler hat vor Kurzem einen Nettoumsatz von 7,76 Milliarden Euro verkündet – das ist ein Rückgang von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Nach eigenen Angaben wurde das Wachstum durch den europäischen Markt gebremst. Der mehrjährige Rückgang im europäischen Baugewerbe habe sich als der tiefste und längste Abschwung seit den 1990er-Jahren erwiesen.
Søren P. Olesen, CEO der Stark Group, sagte über die Geschäftsentwicklung: "In einem normalen Jahr wären wir mit unserer wirtschaftlichen Performance nicht zufrieden. Wir müssen unter allen Marktbedingungen wachsen können, doch die Entwicklungen in Deutschland haben zu einem historischen Einbruch im europäischen Bauwesen geführt – wie es ihn seit 30 Jahren nicht mehr gegeben hat. Wir haben in allen Märkten Marktanteile gewonnen und unsere verstärkten Bemühungen fortgesetzt, das Unternehmen größer und besser zu machen. Ich freue mich, sagen zu können, dass uns dies gelungen ist." In ihrem stärksten Markt, den nordischen Ländern, konnte die Stark Group ihren Marktanteil und ihren Nettoumsatz steigern. In Deutschland und Österreich verzeichnete Stark trotz Marktanteilsgewinnen zum zweiten Mal in Folge einen Rückgang beim Nettoumsatz.
In Großbritannien ist die Stark Group den Angaben zufolge im März 2023 nach der Übernahme von Saint-Gobain UK zum zweitgrößten Baustoffhändler geworden, wodurch sich der Nettoumsatz um die Hälfte erhöht haben soll. Das britische Unternehmen befinde sich nun seit zwei Jahren in einer Umstrukturierungsphase und investiere in die Konsolidierung und Verbesserung seiner Niederlassungen zu größeren Einheiten, die Optimierung seiner Vertriebskapazitäten und die Erweiterung seines Produktsortiments für professionelle Handwerker.
"Wir haben die Stärke, in das Wachstum und die Entwicklung unseres Geschäfts zu investieren, und wir werden diesen Weg fortsetzen. Der Kern unserer Strategie besteht darin, eine starke Führungsposition in Europa zu erreichen, indem wir Land für Land die marktführenden und größten Baustoffhändler aufbauen", so Søren P. Olesen.
Die Gruppe verbesserte ihren freien Cashflow nach eigenen Angaben um 81 Millionen Euro auf 140 Millionen Euro. Das Nettoergebnis belief sich auf einen Verlust von 286 Millionen Euro. Das Ergebnis wurde durch Abschreibungen, Amortisationen und Zinsaufwendungen beeinflusst. Die Stark Group sieht sich als führender Baustoffhändler für die Bauindustrie in Europa mit mehr als 1050 Niederlassungen und ungefähr 450.000 Kunden.