Oxelösund/ Schweden (ABZ). – Der schwedische Stahlhersteller Proplate Oxelösund AB teilte jetzt mit, dass er bis zum Jahr 2045 CO2-neutral sein möchte. Proplate plant den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit gemeinsam mit seinen Kunden und Lieferanten, indem es ganze Lieferketten optimiert und dadurch den Energieverbrauch senkt. Kurzfristiges Ziel sei es, die Emissionen zu halbieren.
Verhalten der Partner wichtig
Erklärtes Ziel von Proplate ist es, Kaufentscheidungen nicht nur von Qualität und Preis, sondern auch vom gesamten ESG-Verhalten des Partners abhängig zu machen. Johan Svensson, Sourcing und Sustainability Manager, erklärt: "Wir sind ernsthaft an der Haltung unserer Partner interessiert. Wir wollen mit den richtigen Leuten zusammenarbeiten", sagt Svensson.
CO2-freier Stahl
Dazu gehört vor allem der schwedische Stahlhersteller SSAB, der 2021 den weltweit ersten CO2-freien Stahl produziert. Er hat seinen Sitz in der Nähe von Proplate und ist mit Proplate durch einen extrem kurzen Transportweg verbunden, was sich positiv auf das Klima auswirkt. Wie Proplate ist auch SSAB sehr ehrgeizig und plant, in den nächsten fünf Jahren vollständig fossilfreien Stahl zu produzieren, indem es auf Energie aus Wasserstoff setzt.
Manager Svensson sieht weitere Ansätze zur Energieeinsparung: "Proplate hat eine gründliche Nachhaltigkeitsanalyse über alle Abteilungen des Unternehmens hinweg durchgeführt, um unsere Emissionen zu bewerten, und anschließend einen Plan entwickelt, um die Auswirkungen auf das Klima zu reduzieren." Der größte Faktor sei dabei der Stahl, der eingekauft werde. "Allerdings ist es für uns schwierig, diesen zu beeinflussen. Darüber hinaus tun alles in unserer Macht Stehende, um etwas zu bewegen." Eine dieser Maßnahmen besteht darin, Strom zu sparen, indem der Stromverbrauch von Lampen, Luftkompressoren und automatischen Türen reduziert wird.
Maßnahmen in Fabrik und bei Transport
Auch in der Fabrik verzichtet Proplate auf Papier und legt großen Wert auf recycelbare Materialien, zum Beispiel bei der Arbeitskleidung. Und da mittlerweile viele Mitarbeiter Elektroautos fahren, hat das Unternehmen die Anzahl der Ladestationen auf dem Firmengelände verdoppelt. Die Proplate-Gabelstapler werden jetzt auch mit HVO, hydriertem Pflanzenöl mit katalysierender Wirkung, anstelle von Diesel angetrieben.
Mit seiner Lage direkt an der Ostsee, eine Stunde südwestlich der Hauptstadt Stockholm, nutzt Proplate zum Transport den Seeweg. Die Fracht wird über weite Strecken nach Japan oder in die USA verschifft. Für kürzere Strecken nutzt das Unternehmen das Straßen- oder Schienennetz. Anders als in der Vergangenheit wird der Platz in Flat-Rack-Containern heute voll ausgenutzt.