Kärnten/Österreich (ABZ). – Eine 120 m tiefe Staumauer in Kärnten wurde im Rahmen von Instandhaltungsmaßnahmen mit einem Flüssigkunststoff auf PMMA-Basis abgedichtet. Zum Einsatz kam laut Angaben des Herstellers Triflex das vliesarmierte Produkt Triflex ProDetail.
Die Staumauer muss extremen Belastungen standhalten, die eine dauerhafte Abdichtung erfordern. Dazu gehören der konstante Wasserdruck des Staubeckens sowie dynamische Belastungen durch das Ablassen und Wiederauffüllen des Wassers im Pumpspeicherkraftwerk. Zusätzlich führen starke Temperaturschwankungen im Hochgebirge zu besonderen Anforderungen an die Bauweise und Abdichtung.
Die Staumauer ist mit Sensoren ausgestattet, die Bewegungen im Millimeterbereich erfassen und den Wasserverlust durch die Mauer messen können. Überschreitet der Wasserverlust kritische Grenzwerte, müssen Abdichtungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Besonders nach den Wintermonaten bilden sich Risse in der asphaltierten Mauer. Die Anforderungen an die Abdichtung umfassen eine gute Haftung am Asphalt, Beständigkeit gegenüber hohen Temperaturschwankungen sowie Widerstandsfähigkeit unter Einflüssen von Wasser, Eis und Schnee.
Für die Baustelle erwies sich ProDetail als geeignetes Produkt, wie das verantwortliche Unternehmen mitteilt. Es eignet sich für komplexe Geometrien und haftet vollflächig, wodurch eine Hinterläufigkeit verhindert wird. Die Vliesarmierung des elastischen Materials sorgt für zusätzliche Stabilität und Flexibilität, indem sie Bauwerksbewegungen mitmacht und die Abdichtung dauerhaft dicht hält. Das Ergebnis ist Triflex zufolge eine naht- und fugenlose Oberfläche, die mechanisch hoch belastbar ist. Dank der Haftung am Asphalt und der hohen Rissüberbrückung bleibt die Oberfläche auch unter extremen Witterungsbedingungen geschützt.
Vor der Applikation der Abdichtung wurde der Untergrund mit einer Diamantschleifmaschine vorbehandelt und anschließend mit CrylPrimer 222, ebenfalls aus dem Hause Triflex, grundiert. Risse wurden mit dem Mörtel CrylSpachtel ausgebessert. Danach erfolgte die Detailabdichtung mit ProDetail, das über eine Vliesarmierung verfügt. Diese wird in zwei Lagen des flüssigen Harzes eingelegt.
Der Flüssigkunststoff härtet nach Herstellerangaben in kurzer Zeit aus, was bei wechselhaften Witterungsbedingungen im Hochgebirge von Vorteil ist. Nach dem Aushärten ist das Harz dauerhaft witterungs-, UV- und hydrolysebeständig. Die Staumauer konnte innerhalb von fünf Wochen abgedichtet werden. ProDetail verfügt über die Klassifizierung W3 nach EAD 030350-00-0402, die die Widerstandsfähigkeit des Produktes bestätigt, erläutert der Hersteller.