South Molton/Großbritannien (ABZ). – Im modernen Holzbau werden energieeffiziente und nachhaltige Bauprojekte unter anderem mit Flachdächern oder flach geneigten Dächern ausgeführt. Als oberer Abschluss kompakter, hoch wärmegedämmter Gebäudehüllen im Neubau, aber auch für Aufstockungen und Erweiterungen im Bestand:
Die Kombination aus Holztragwerk und SterlingOSB-Zero von West Fraser bietet dabei laut Hersteller zahlreiche Vorteile.
Die Leichtbauweise ermöglicht tragfähige Konstruktionen, die trotz geringer Masse eine hohe Stabilität bieten. SterlingOSB-Zero zeichnet sich durch eine effektive Wärmedämmung aus und gewährleistet so ein energiesparendes und behagliches Wohnklima. Darüber hinaus fördert der Einsatz ressourcenschonender Baustoffe eine nachhaltige Bauweise, die sowohl ökologisch als auch zukunftsorientiert ist. Die Planung und Ausführung von Flachdächern in Holzbauweise mit SterlingOSB-Zero erfordern Sorgfalt und Verständnis für die baulichen und physikalischen Gegebenheit.
"Bei Flachdächern in Holzbauweise sind die Wand-Dach-Fugen quer zur Sparrenlage als feste Auflager ausgebildet", verdeutlicht Annette Clauß, Technische Beratung SterlingOSB, West Fraser. "Diese Bauweise sorgt dafür, dass es an diesen Fugen nicht zur Durchbiegung der Sparren kommt. Im Gegensatz dazu erfahren Wand-Dach-Fugen, die parallel zur Spannrichtung der Sparren verlaufen, eine Verformung infolge der Sparrendurchbiegung." Werden SterlingOSB-Zero Platten an der Sparrenunterseite als luftdichte Ebene verbaut, ist eine präzise Abdichtung von entscheidender Bedeutung.
Für den Übergang von der Wand zur Decke, parallel zu den Sparren, empfiehlt sich der Einsatz eines Folienstreifens, der zwischen der OSB-Platte und der Sparrenunterseite eingearbeitet wird. "Sofern möglich, sollte der letzte Sparren als Streichsparren ausgebildet und an der Wand angeschlossen werden, um die Sparrendurchbiegung zu minimieren", rät die Bau-Expertin.
Werden Flachdächer mit Zwischensparrendämmung und SterlingOSB-Zero-Platten als obere Schalung auf den Sparren ausgebildet, sollte laut Clauß die Oberseite der OSB ausreichend gedämmt werden: "Wieviel und mit welchem Material hängt vom jeweiligen Objekt ab." Für die Langlebigkeit der Schalung aus SterlingOSB-Zero in solchen Konstruktionen ist das Rücktrocknungspotenzial entscheidend. Dabei haben sonnenbeschienene Dächer einen Vorteil, da sie besser trocknen können als dauerhaft verschattete Konstruktionen.
"Wenn der Nachweis gelingt und die Konstruktion entsprechend den Bauteilschichten und Anschlüssen fachgerecht umgesetzt wird, lassen sich äußerst langlebige und wirtschaftlich attraktive Flachdächer realisieren", ist die Bau-Expertin überzeugt. "Voraussetzung ist, dass die bei der Planung getroffenen Annahmen über Belüftung und Verschattung auch über die gesamte Lebensdauer des Bauwerks beibehalten und nachgewiesene Materialien nicht beliebig gegen ähnliche Produkte ausgetauscht werden."
Änderungen wie wachsende Vegetation, der Bau von Solaranlagen oder die Begrünung des Daches erfordern daher immer eine sorgfältige Überprüfung. Eine besonders robuste Lösung sind Flachdächer, bei denen die Sparren mit SterlingOBS-Zero abgedeckt werden und die Dämmung auf der Außenseite oberhalb der Notabdichtung auf der Schalung angebracht wird.
Da sich die OSB-Platten innerhalb der thermischen Hülle befinden, entsteht weder ein Temperatur- noch ein Feuchtigkeitsgefälle. "Entsprechend gering sind die jahreszeitlichen Verformungen durch Feuchtigkeitsschwankungen in der Platte", unterstreicht Clauß. Zudem ist diese Bauweise nicht auf das Rückpotenzial angewiesen, wodurch die Verschattung der Dachfläche weniger ins Gewicht fällt. Diese Konstruktion bietet eine langlebige und wartungsarme Lösung, die sowohl praktisch als auch wirtschaftlich überzeugt.