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Lieferketten befinden sich noch im Krisenmodus

Die Studie von Prologis zeigt, dass Führungskräfte weltweit mit geopolitischem Druck kämpfen. Automatisierung und grüne Immobilien sind zentrale Lösungen.

Von ABZ

Düsseldorf (ABZ). – Das Immobilienunternehmen Prologis hat unlängst eine Studie zu den künftigen Herausforderungen im Supply Chain Management veröffentlicht. Dazu hat Prologis nach eigenen Angaben über das US-amerikanische Marktforschungsinstitut The Harris Poll insgesamt 1025 internationale Führungskräfte befragen lassen, davon 254 in Deutschland.

Ein Drittel der Teilnehmer soll in Organisationen mit einem Jahresumsatz von mehr als 2 Milliarden US-Dollar arbeiten. Nach Darstellung des Unternehmens stehen Führungskräfte weltweit vor großen Herausforderungen. Das Supply Chain Management befinde sich im Krisenmodus.

Insgesamt 86 Prozent aller befragten Führungskräfte in den USA, Großbritannien und Deutschland sagen Prologis zufolge, dass wirtschafts- und geopolitischer Druck die Entscheidungen über Produktions- und Lagerstandorte beeinflusst. 85 Prozent der Führungskräfte berichteten, dass Gesetzesvorgaben die Umsetzung nachhaltiger Lösungen in der Lieferkette beschleunigen würden.

Die Integration grüner Immobilienlösungen wird global zunehmend als Eckpfeiler eines nachhaltigen Lieferkettenmanagements anerkannt, so das Unternehmen.

Weltweit sollen 87 Prozent der Führungskräfte Green Real Estate als wesentlich ansehen – nicht nur um einen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit zu leisten, sondern auch um die langfristige Rentabilität ihres Unternehmens zu sichern. In Deutschland sehen das 85 Prozent der Studienteilnehmer ähnlich und geben an, dass eine auskömmliche Kapitalrendite (ROI) für die Finanzierung von Nachhaltigkeitsinitiativen in Lieferkettenlösungen entscheidend sei.

"KI und Automatisierung" beschäftigt die Befragten in Deutschland in besonderem Maße, teilt Prologis mit. Angesichts des doppelten Drucks, der durch den Mangel an Arbeitskräften und die Notwendigkeit betrieblicher Effizienz entstehe, werde die Automatisierung als entscheidende Lösung angesehen. Sie verspreche, die Produktivität zu steigern, Fehler zu reduzieren und die Probleme der Personalnot zu lindern.

In Deutschland planen der Studie zufolge 89 Prozent der Befragten, die Automatisierung ihrer Lieferketten in den nächsten zwei Jahren auszubauen, gegenüber 81 Prozent im weltweiten Vergleich.

Regulatorische Anforderungen (88 Prozent in Deutschland, 85 Prozent global) sowie unternehmensinterner Druck (87 Prozent in Deutschland und global) sind die Hauptgründe für diesen Vorstoß. Darüber hinaus glauben 85 Prozent der Führungskräfte in Deutschland, dass Investitionen in die Automatisierung die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter deutlich verringern und Probleme wie Burnout eindämmen werden (87 Prozent global), heißt es.

Mit 84 Prozent bringen überdurchschnittlich viele der deutschen Führungskräfte ihre Sorge betreffend KI zum Ausdruck: Sie fürchten eine Disruption ihres Geschäfts. KI gehört damit laut Prologis zu den drängendsten Sorgen, gefolgt von schwacher Nachfrage (81 Prozent) und wirtschaftlicher Entwicklung (81 Prozent). Auf globaler Ebene liegen die entsprechenden Werte bei 73 Prozent für KI, 79 Prozent für schwache Nachfrage sowie 81 Prozent für wirtschaftliche Entwicklung. Als besonders wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit im Bereich KI und intelligente Datenlösungen für die Lieferkette erachten deutsche Unternehmen der Studie zufolge optimierte logistische Abläufe (7,51 auf einer Skala von 1 bis 10), bessere Vorhersagen und Nachfrageplanung (7,48) sowie Rechenleistung und Rechenzentrums-Ausbau (7,48).

Nach Einschätzung von Björn Thiemann, Senior Vice President, Regional Head Northern Europe bei Prologis, zeigt die Umfrage, wie Risiken besser bewältigt und Vermögenswerte geschützt werden können: "Entscheidend sind robuste und sichere Lieferkettenlösungen, die sich an wirtschaftliche Schwankungen und digitale Bedrohungen anpassen können", sagt Thiemann.

"Logistikimmobilien spielen eine Schlüsselrolle, wenn es um die Resilienz globaler Lieferketten geht. Investitionen in flexibel nutzbare Immobilien, Automatisierung und nachhaltige Lösungen sind dafür unverzichtbar. Diese Maßnahmen steigern die Effizienz, stärken die Wettbewerbsfähigkeit und entsprechen den wachsenden regulatorischen Anforderungen."

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