Durch die Aufstockung von Gebäuden könnten nach Einschätzung des Immobilienbesitzerverbands Haus & Grund Hessen allein im Rhein-Main-Gebiet 250.000 neue Wohnungen entstehen.
Wiesbaden (dpa). - Die Wohnungswirtschaft und der Mieterbund fordern deutlich mehr Anstrengungen und Förderungen, um mehr bezahlbaren Wohnraum in Hessen zu schaffen. „Die Situation auf dem hessischen Wohnungsmarkt ist äußerst angespannt”
Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes gingen die Order im Wohnungsbau im November im Vorjahresvergleich um 18 % zurück. Real bedeutet das einen Rückgang um 29 %, informiert der ZDB.
Der Bauindustrieverband Ost befürchtet nach dem angekündigten Wohnungsbau-Stopp des Immobilienkonzerns Vonovia, dass weitere Unternehmen mit Auftragsstornierungen auf die Teuerung reagieren.
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt angesichts massiv steigender Kosten vor einer Zunahme von Schwarzarbeit und Lohndumping am Bau.
Am Bau sind im vergangenen Jahr nahezu alle Materialien noch einmal deutlich teurer geworden. Vor allem die Preise für energieintensive Produkte wie Stahl oder Glas legten weiter zu.
Obwohl die Bundesregierung schon jetzt ihr Ziel im Wohnungsbau verfehlt, sieht die Bauministerin Klara Geywitz noch größeren Bedarf. Bei der Mietpreisbremse drängt sie den Koalitionspartner zu schnellem Handeln.
Für Bauherren in Deutschland gelten demnächst neue Regeln für die Förderung von Neubauten. Nach den Plänen der Bundesregierung können Bauherren für besonders nachhaltige Wohngebäude eine Fördersumme von maximal 150.000 Euro pro Einheit erhalten.