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Foamglas T3+ dämmt erstes Holz-Hybrid-Hochhaus in Mainz

Von ABZ
Timber Peak Bürogebäude
Der Timber Peak im Mainzer Zollhafen kombiniert Holz und moderne Baustoffe zu einem ressourcenschonenden und kreislaufgerechten Holz-Hybrid-Hochhaus. | Foto: UBM Development Deutschland

Mainz (ABZ). – Im historischen Zollhafen von Mainz entsteht mit dem Timber Peak nach Angaben der UBM Development Deutschland GmbH das erste Holz-Hybrid-Hochhaus der Stadt. Das Projekt vereint moderne Bauweisen mit einem Energiekonzept und strebt eine DGNB-Zertifizierung in Gold an. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Hochleistungs-Dämmstoff Foamglas T3+.

Als Holz-Hybrid-Konstruktion kombiniert das Projekt „Timber Peak“ im Mainzer Zollhafen die Nachhaltigkeit von Holz mit modernen Technologien. Mit einer Bruttogrundfläche von rund 9500 m2 wurde das Gebäude für die Büro- und Gewerbenutzung konzipiert. UBM Development ist für die Projektentwicklung verantwortlich, der Bauherr ist die ZH Hafenspitze GmbH & Co. KG.

Die Wahl von Foamglas T3+ als Dämmstoff spielt laut Hersteller eine zentrale Rolle. Mit seiner wärmedämmenden Eigenschaft trägt das Material zur Energieeffizienz bei. Seine hohe Druckfestigkeit und die Nichtbrennbarkeit machen den Dämmstoff nach Herstellerangaben zu einer Lösung für die Holz-Hybrid-Konstruktion, bei der der Schutz vor Feuchtigkeit und Brandgefahr von Bedeutung ist.

Mit dem Bau des Timber Peak in Mainz wurde im letzten Quartal 2023 begonnen, die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2025 geplant.

Foamglas T3+ ist ein Hochleistungs-Dämmmaterial aus geschäumtem Glas. Zunächst wird in einem Schmelzprozess aus Recyclingglas, Sand, Dolomit, Kalk, Eisenoxid und weiteren Materialien ein Glas mit definierten Eigenschaften gewonnen. In einem weiteren Teilprozess wird das Glas gemahlen, mit Kohlenstoff versetzt und in Edelstahlformen gegeben.

Da es sich bei Foamglas um einen anorganischen Dämmstoff handelt, ist er laut Hersteller nicht brennbar und feuerbeständig. Im Brandfall entwickelt er weder Qualm noch Gase. Der Dämmstoff enthält keine ozonschädigenden Treibgase, Flammschutzmittel oder Fasern.

Durch das thermische Verfahren entstehen hermetisch geschlossene Glaszellen, die dem Material seine charakteristische Struktur verleihen. Diese Zellstruktur verhindert nach Herstellerangaben vollständig das Eindringen von Wasser und Wasserdampf. Dies ist bei der Holz-Hybrid-Bauweise des Timber Peak von Bedeutung, da Holz empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert.

Die hermetisch geschlossene Zellstruktur bietet laut Hersteller eine hohe Druckfestigkeit. Foamglas T3+ hält mechanischen Belastungen wie Winddruck, Schneelasten oder schweren Aufbauten stand. Daher eignet er sich für tragende Bereiche wie Flachdächer und Bodenplatten.

Gleichzeitig ist er mit einer Rohdichte von nur 115 kg/m3 leicht. Die kompakte Plattengröße von 600 x 450 mm erleichtert das Handling und erlaubt eine flexible Verlegung. Mit Dämmstoffdicken von 50 bis 200 mm sind auch schlanke Konstruktionen möglich.

Die Verlegung von Foamglas T3+ im Timber Peak erfolgt sowohl als Grund- als auch als Gefälledämmung. Als Grunddämmung wird das Material mit einer Schichtdicke von 120 mm auf die vorbereitete Unterkonstruktion aufgebracht. Anschließend wird Foamglas T3+ als Gefälledämmung auf dem Dach eingesetzt. Die Platten werden in unterschiedlichen Dicken verlegt, um ein Gefälle von 1,1 % zu erreichen.

Die Ausführung erfolgt durch die Koch Bedachungen GmbH. Für die Verarbeitung wird Heißbitumen verwendet, um die Platten vollflächig zu verkleben.

Die Wärmedämmung mit Foamglas T3+ ist Bestandteil des Energiekonzepts des Timber Peak. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,036 W/mK reduziert der Dämmstoff Wärmeverluste und senkt den Energieverbrauch für Heizung und Kühlung.

Die 120 geothermisch aktivierten Bohrpfähle liefern jährlich 240 MWh Heizenergie und 80 MWh Kühlenergie. Ergänzend erzeugen Photovoltaikanlagen auf dem Dach Strom, während die adiabate Kühlung ein Raumklima schafft. Eine intelligente Gebäudetechnik passt den Energieverbrauch dynamisch an die Nutzung an und ermöglicht nach Herstellerangaben Einsparungen von bis zu 30 % der Energie.

Mit dem Timber Peak wird eine DGNB-Zertifizierung in Gold für die ressourcenschonende Holz-Hybrid-Konstruktion sowie für das Energiekonzept und die Rückbaubarkeit des Gebäudes angestrebt.

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