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Für den Wasserturm

Von ABZ
Trapezträger-Rundschalung
Eine Klettereinheit bestand grundsätzlich aus drei Ebenen, der Betonierbühne, der Arbeitsbühne mit Kletterkonsolen und Belag inkl. aufgestellter Schalung und dem Nachlaufgerüst. | Foto: Pascal

Luxemburg (ABZ) | Für den Bau hat Paschal eine Schalungslösung geliefert. Das 50 m hohe Bauwerk mit zwei zylindrischen Stützen unterschiedlicher Durchmesser im Stadtviertel Kirchberg in Luxemburg wurde mit der Trapezträger-Rundschalung des Herstellers aus Steinach errichtet.Der Wasserturm entsteht im nördlichen Teil von Kirchberg am topografisch höchsten Punkt des Stadtviertels.

Das Bauwerk soll die Wasserversorgung der Einwohner des Stadtviertels gewährleisten und darüber hinaus europäische Institutionen sowie das Hospital Kirchberg mit Trinkwasser versorgen. Nach Angaben von Paschal war der Bau aufgrund der demografischen Entwicklung und des steigenden Trinkwasserbedarfs notwendig geworden.

Nach einem Architektenwettbewerb wurde laut Hersteller eine Lösung umgesetzt, die alle äußeren Bauwerksformen in runder Form vorsieht. Dies betrifft sowohl die beiden Speicherbecken als auch die großen Stützen, auf denen die Speicher sowie Betriebsräume gelagert sind. Die unterschiedlichen Durchmesser der Bauteile und die Verkleidung mit Holzschichten, die sich farblich dem Waldstandort anpassen, verleihen dem Bauwerk nach Herstellerangaben eine beeindruckende Ästhetik. Die beiden Stützen haben als Zylinder einen Innendurchmesser von
2,8 m beziehungsweise 4,22 m bei Wanddicken von 35 cm und 30 cm. Diese Bauteile dienen gleichzeitig als Aufstiege. Beim kleineren Durchmesser ist ein Fahrstuhl eingebaut, beim größeren ein Treppenhaus. Als Systemlösung kam die Trapezträger-Rundschalung von Paschal zum Einsatz, die nach Herstellerangaben mit einem speziellen Schalhautaufbau stufenlos zwischen
2 und 5 m Innendurchmesser verstellbar ist. Bei einer Gesamthöhe von 50 m bis zur Oberkante der Behälter wurde die Schalung als Kletterschalung mit Arbeitsbühnen innen und außen verwendet.

Die Schalhöhe betrug 4,5 m, sodass zwölf Klettertakte erforderlich waren. Beide Türme wurden dabei gleichzeitig geklettert. Eine Klettereinheit bestand aus drei Ebenen: der Betonierbühne, der Arbeitsbühne mit Kletterkonsolen und Belag inklusive aufgestellter Schalung sowie dem Nachlaufgerüst. Alle Ebenen sind miteinander verbunden, sodass je Klettereinheit nur ein Kranspiel erforderlich ist, um diese nach oben umzusetzen. Das Einhängen für den folgenden Betonierabschnitt erfolgt mittels Ankern, die im Takt davor einbetoniert wurden. Beim kleinen Durchmesser waren vier Bühnen erforderlich, beim großen sechs, um den kreisförmigen Belag komplett zu schließen und das erforderliche Maß an Arbeitssicherheit zu bieten.

Zum Auf- beziehungsweise Abstieg zwischen den Bühnen waren Leitern mit integrierten Rückenschutzkörben fest montiert. Auf der Innenseite bestanden beengte Platzverhältnisse, wofür Paschal mit dem sogenannten Hebebühnenträger eine Lösung für eine Plattform bereitstellte.

Der Hebebühnenträger lässt sich als Systemteil durch Komponenten auf unterschiedliche Längen anpassen, auch für einen kreisförmigen Grundriss. Mehrere Träger werden nebeneinander eingebaut und mit einem durchgehenden Belag versehen, auf dem die Schalung aufgestellt wird. Es kann ein Nachlaufgerüst eingehängt werden, um beispielsweise die Spannstellenöffnungen des vorigen Betonierabschnitts zu schließen.

Foto: Paschal

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