Aalen (ABZ). – Das auf Antriebs- und Fördertechnik ausgerichtete Unternehmen Rud hat nach eigenen Angaben sein Produktportfolio erweitert: Die neuen Zentralketten sind wahlweise mit integriertem oder separatem Befestigungswinkel in jeweils mehreren Größen erhältlich.
Sie eignen sich Rud zufolge für den Einsatz in großen Becherwerken, vor allem in der Zementherstellung. Ebenso gut sollen sich damit Kalkstein, Schotter, Kohle oder auch Steinsalz und Soda fördern lassen.
"Unsere Zentralketten gibt es bereits seit 1992. Jetzt haben wir uns an eine Neuauflage gemacht: mit einem neuen Design und einem geringeren Gewicht. Zudem haben wir die Nenngrößen erweitert und bieten die neuen Zentralketten in zwei Varianten an", erklärt Anne Kühling, Leiterin Produktmanagement Fördern & Antreiben bei der Rud Ketten Rieger & Dietz GmbH & Co. KG. Neu an den Zentralketten ist neben dem Design die Technik, die dahintersteckt. Ihr System funktioniert jetzt ähnlich dem einer Fahrradkette, sagt das Unternehmen. RUD habe damit sein ursprüngliches Lösungsprinzip von sich drehenden Bolzen komplett überarbeitet. Der Grund dafür liegt im Gewicht: Die neue Generation arbeitet mit weniger Totlast und erhöht dadurch ihre Performance.
Der Anstoß für die Innovation soll direkt aus dem Markt gekommen sein, und zwar im Rahmen einer Umfrage, die Rud bei seinen Kunden und Vertriebspartnern in den unterschiedlichen Ländern durchgeführt hat. "Das Gewicht hat in den Umfragen immer eine sehr große Rolle gespielt. An den Punkt sind wir dann bei der Entwicklung rangegangen und haben unsere neuen Ketten entsprechend umgestaltet und optimiert", erklärt Rupert Wesch, Leiter Anwendungstechnik Fördern & Antreiben.
Die neuen Ketten werden zur Umrüstung von bestehenden Rundstahl- und Gurtbecherwerken eingesetzt, eignen sich aber auch zur Erstausrüstung von neuen Anlagen.
Der große Vorteil von Zentralketten gegenüber Rundstahlketten liegt laut dem Unternehmen darin, dass sie mit einer höheren Geschwindigkeit gefahren werden können. Auch Erstausrüster profitieren vom Rud-Portfolio: Neue Becherwerke, in denen mit Zentralketten gefördert wird, lassen sich schmaler und damit auch kostengünstiger bauen.
Die Rud Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG erzielt mit über 1700 Mitarbeitern in mehr als 120 Ländern einen jährlichen Umsatz von über 200 Millionen Euro. An Standorten unter anderem in Deutschland, Australien, Brasilien, China, Indien, Rumänien und den USA produziert das Familienunternehmen Anschlag- und Zurrtechnologie, Gleitschutzketten, Hebezeugketten, Förder- und Antriebstechnik sowie Equipment für Werkzeughandling.