München (ABZ). – Im St.-Vinzenz-Viertel im Münchner Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg ist mit VINZENT ein Holz-Hybrid-Ensemble mit Wohn- und Büroflächen entstanden. Der erweiterte Rohbau wurde von Züblin Direktion Bayern und Züblin Timber im Auftrag des Grundstückseigentümers Bauwerk errichtet.
Das Ensemble besteht aus drei Gebäudeteilen mit zwei Vordergebäuden und einem Hofhaus. Entstanden sind laut Angaben des Unternehmens Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sowie Büroflächen. Der Bürobereich befindet sich im Vorderhaus an der Rupprechtstraße und wurde bereits an die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) übergeben.
Die beiden Wohngebäude verfügen nach Herstellerangaben über eine Bruttogrundfläche von rund 6700 m² und fünf beziehungsweise sieben Etagen. Insgesamt wurden 56 Eigentumswohnungen realisiert. Das Bürogebäude bietet Raum für 400 Arbeitsplätze, umfasst rund 6200 m² Bruttogrundfläche und besteht aus sechs Etagen. Hinzu kommt eine Tiefgarage mit drei Untergeschossen, 214 Kfz-Stellplätzen mit E-Ladestationen sowie 147 Fahrradstellplätzen.
Nach Angaben der Projektbeteiligten wurde die Holzfassade in Blau- und Grüntönen als Ornamentfassade mit Reliefschalung ausgeführt. Zudem kam ein Bepflanzungssystem zum Einsatz.
Züblin Timber war laut Unternehmensangaben für die Produktion von Brettschichtholzstützen und -trägern für die Holzbeton-Verbunddecken verantwortlich. Zudem übernahm das Unternehmen die Umsetzung der Holzrahmenbauwände einschließlich der vorgesetzten und hinterlüfteten Holzschalung sowie die Verkleidung der Balkone und Pflanztröge.
Bei dem Bauvorhaben wurden nach Angaben des Herstellers rund 450 m³ Brettschichtholz, etwa 2650 m² Holzrahmenbauwände und rund 2300 m² Holzfassade verbaut. Zur Beschleunigung des Einbaus seien die Holzelemente im Werk von Züblin Timber in Aichach vorgefertigt worden.
Insgesamt kamen laut Herstellerangaben 960 m³ Holz und Holzwerkstoffe zum Einsatz. Der Holzbauanteil liege bei 25 Prozent. Durch die Verwendung des Baustoffs Holz würden rund 800 t CO₂ gespeichert.
„Mit VINZENT entsteht ein Gebäudeensemble, das zeigt, wie nachhaltiges Bauen im innerstädtischen Gefüge funktionieren kann. Der Einsatz von Holz als zentrales Baumaterial reduziert den CO2-Fußabdruck deutlich und schafft zugleich eine angenehme Atmosphäre zum Arbeiten und Wohnen. Ein Schritt in die richtige Richtung – für München und für eine zukunftsfähige Baukultur“, sagt Frank Seibold, Technischer Leiter der Züblin-Direktion Bayern.
„Mit Züblin hatten wir bei diesem Projekt einen sehr zuverlässigen Partner und eine effiziente und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Ich freue mich auf weitere Projekte, bei denen ZÜBLIN dabei ist“, meint Jürgen Schorn, geschäftsführender Gesellschafter von Bauwerk.