Duisburg (ABZ). – In der Europäischen Union wurden 2024 etwa 19,6 Millionen Tonnen Hochofenschlacke und 16,5 Millionen Tonnen Stahlwerksschlacke produziert. Durch den zusätzlichen Abbau zwischengelagerter Hochofenschlacken standen insgesamt ungefähr 38 Millionen Tonnen Eisenhüttenschlacken zur Verfügung, wie der Verband Euroslag mitteilt.
Die Schlacken wurden vorwiegend als Baustoffe und Düngemittel eingesetzt. Damit konnte den Angaben zufolge europaweit der Abbau von 40 Millionen Tonnen Naturgestein und die Emission von 11,4 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden.
"Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Eisenhüttenschlacken auch in einem weltweit schwierigen politischen und wirtschaftlichen Umfeld einen wichtigen Beitrag zu Ressourcenschonung, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft leisten", erklärt Thomas Reiche, Vorstandsvorsitzender von Euroslag und Geschäftsführer des FEhS – Institut für Baustoff-Forschung.
Euroslag will sich nach eigener Aussage weiterhin dafür einsetzen, dass praxisorientierte Forschung intensiviert sowie nationale und europäische Regelwerke angepasst werden. Damit sollen auch in Zukunft die Nebenprodukte der Stahlindustrie als Sekundärrohstoffe zum Einsatz kommen können.
In dem europäischen Verband mit Sitz in Duisburg sind 26 Organisationen und Unternehmen aus 17 Ländern zusammengeschlossen, darunter aus Deutschland das FEhS-Institut und der Fachverband Eisenhüttenschlacken. Alle zwei Jahre organisiert Euroslag zusammen mit nationalen Partnern eine Schlacken-Konferenz. 2026 soll sie in Schweden stattfinden.