Zum Inhalt springen

Extreme H2S-Belastung neutralisiert

Der neue DUO-Straßenkanalfilter von coalsi bietet eine innovative Lösung zur effektiven Neutralisierung extremer H2S-Belastungen. Erfahren Sie mehr über die Deutschlandlösung.

Von ABZ
DUO-Straßenkanalfilter
Der Einbau eines DUO-Straßenkanalfilters in Potsdam war aufgrund des starken Abwassergeruchs vor Ort dringend erforderlich. Minuten später konnten Passanten und Anwohner wieder durchatmen. | Foto: coalsi

Großhelfendorf/Potsdam (ABZ). – Das Unternehmen coalsi hat eine erweiterte Variante des Straßenkanalfilters entwickelt, um auch bei extremen Schwefelwasserstoff-Konzentrationen eine wirksame Geruchsreduktion zu erreichen.

Die Stadt Potsdam setzt das System bereits erfolgreich ein.

In zwei Kanalschächten der Stadt Potsdam war die Geruchsbelastung durch intensive Schwefelwasserstoffbildung (H2S) so hoch, dass selbst die für Härtefälle entwickelten Spezialfiltermatten im Standard-Straßenkanalfilter des bayerischen Herstellers die Emissionen nicht ausreichend reduzieren konnten.

Die verstärkten Matten sind nach Herstellerangaben gezielt darauf ausgelegt, basische Gase wie Ammoniak und Amine, saure Gase wie Schwefelverbindungen sowie Schwefelwasserstoff wirksam auszufiltern.

Als Lösung entwickelte coalsi eine modifizierte Variante seines bewährten Straßenkanalfilters: den DUO-Straßenkanalfilter. Dieser wurde so ausgelegt, dass zwei Filterkorpusse übereinander montiert werden können. Dadurch lassen sich bis zu drei Aktivkohlefiltermatten inklusive Siphonring einsetzen, ohne Anpassungen an der bestehenden Aufhängung vornehmen zu müssen.

Robuste V2A-Edelstahlhaken gewährleisten nach Angaben des Unternehmens die sichere Aufnahme des zusätzlichen Gewichts. Der Einsatz in Potsdam habe die massive Geruchsbelastung vollständig beseitigt, teilt coalsi mit. Aufgrund dieses Erfolgs hat der Hersteller den DUO-Straßenkanalfilter nun in sein reguläres Lieferprogramm aufgenommen.

coalsi setzt bei allen Filtern seines Sortiments auf einen mehrstufigen Wirkansatz, um kritische Geruchsbildner im Rohgas zu neutralisieren. Die eingelegten Hybridmatten bestehen aus einem Trägermaterial aus Polyurethan (PU), das mit hochaktiver Aktivkohle angereichert ist. Durch ihre Wabenstruktur bieten die Filtermatten nach Herstellerangaben eine große Oberfläche, die geruchsbildende Moleküle effektiv bindet.

Die eingesetzte Aktivkohle weist laut coalsi einen Kohlenstoffgehalt von mehr als 90 % sowie eine spezifische innere Oberfläche von rund 1200 m²/g auf. Die Oberfläche von nur fünf Gramm Aktivkohle entspreche damit der eines Fußballfeldes. Die Neutralisation der Gerüche erfolgt über das Zusammenspiel physikalischer, biologischer und chemischer Prozesse innerhalb des Filters. Das Verfahren sei umweltfreundlich und nachhaltig, so der Hersteller.

ABZ

ABZ

Gebaut wird überall, und das zu jeder Zeit! Die Allgemeine Bauzeitung begleitet das gesamte Baugewerbe. Schnell, sachlich und neutral - so sind wir Deutschlands meistgelesene Baufachzeitung geworden.

Alle Artikel

Weitere in Kreislaufwirtschaft

Alle anzeigen

Weitere von ABZ

Alle anzeigen