Wackersdorf (ABZ). – Die Gemeinde Wackersdorf hat als erste Kommune das FlexiGrid-Schachtabdeckungssystem von Coalsi in zwei Pumpstationen installiert. Die neuen Abdeckungen ersetzen Gitterroste, die nach Herstellerangaben durch jahrelange Schwefelwasserstoff-Entwicklung und daraus resultierende Korrosion beschädigt waren.
Neben der Sanierung der Abdeckungen stand laut Coalsi die Minimierung von Gerüchen im Vordergrund. Diese Anforderung wurde durch die Integration von Mehrfachkammerfiltern mit FlexiGrid-Modulen erfüllt. Die Montage erfolgte durch einen Mitarbeiter des Herstellers zusammen mit dem örtlichen Bauhof. Dank des modularen Stecksystems ließ sich die Abdeckung nach Herstellerangaben passgenau an die örtlichen Gegebenheiten anpassen. Der Einbau konnte in kurzer Zeit abgeschlossen werden, sodass die Pumpstationen unmittelbar wieder in Betrieb genommen wurden. "Wir sind sehr zufrieden mit der Installation – Geruch ist für uns kein Thema mehr", hieß es vor Ort.
Das Abdeckungssystem FlexiGrid wird aus Polyethylen (PE) gefertigt und ist laut Hersteller unempfindlich gegenüber Ölen, Fetten, Benzin, Diesel und Säuren. Dadurch soll Korrosion dauerhaft vermieden werden. Die elektrische Aufladung spielt bei diesem Material nach Herstellerangaben keine Rolle, was zusätzliche Maßnahmen wie Erdung oder Blitzschutz überflüssig macht. Die Bauteile sind temperaturbeständig von –60 bis + 150 °C und bis 150 kg belastbar.
Die Montage der Abdeckungen erfolgt werkzeuglos: Die Grundmodule von 43,5 x 300 cm werden fugenlos zusammengesteckt und lassen sich bei Bedarf mit einer Kappsäge vor Ort zuschneiden. Das Baukastenprinzip ermöglicht laut Coalsi vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten – von der Integration runder Elemente bis hin zu Zusatzfunktionen wie Lüftung oder Filtertechnik. In Wackersdorf wurden Flanschanschlüsse für doppelte Mehrfachkammerfilter direkt in die Abdeckungen integriert.
Die Mehrfachkammerfilter von Coalsi sind ein kompaktes Hybrid-System zur Geruchsneutralisation, das ohne Stromanschluss auskommt. Sie reinigen die Prozessluft auf drei Ebenen: mechanisch durch Filtermaterial, chemisch über Aktivkohle und biologisch durch Mikroorganismen, die typische Geruchsbildner wie Schwefelwasserstoff und Ammoniak abbauen. Je nach Anwendung lassen sich mit dieser Technologie laut Hersteller bis zu 99 % der Gerüche zurückhalten.
Dank des modularen Aufbaus können die Filter sowohl in Serie als auch parallel eingesetzt werden, wobei der Gasdurchsatz nach Herstellerangaben kaum beeinträchtigt wird. Der Wechsel der Filtermatten erfolgt durch den Betreiber.