Almere/Niederlande (ABZ). – Yanmar Europe baut seine Learning Academy aus, um das geplante Wachstum in Afrika und dem Nahen Osten zu unterstützen. Raymond Weijenberg, Learning & Development Specialist bei Yanmar, entwickelt ein neues Schulungsprogramm für Eco Governor Motoren und überarbeitet gleichzeitig die Bewertungsmethoden der Trainings.
Das Programm richtet sich an lokale Händler und Ingenieure, die mit den Industriemotoren von Yanmar arbeiten. "Unsere Motoren gehen fast nie kaputt. Das ist gut für die Zuverlässigkeit, aber es bedeutet auch, dass viele Ingenieure wenig Erfahrung mit Fehlersuche und Reparaturen haben. Deshalb ist es wichtig, dass sie richtig geschult werden", erklärt Weijenberg.
Yanmar bietet nach eigenen Angaben eine breite Palette von Industriemotoren an. Das Spitzenmodell ist die Serie 4TN107, ein 4,6-Liter-Dieselmotor, der laut Hersteller die Emissionsstandards Euro-Stufe V erfüllt. Während die neuen Modelle für Länder mit strengen Emissionsvorschriften entwickelt wurden, eignen sich die älteren Yanmar-Modelle nach Herstellerangaben für Märkte in Afrika und dem Nahen Osten, wo die Emissionsanforderungen weniger streng sind.
Die lokalen Vertriebshändler fungieren als Wissensdrehscheiben für ihre Händlernetze. Das Train-the-Trainer-Programm soll sicherstellen, dass Fachwissen vor Ort aufgebaut und weitergegeben wird. "Als die Eco Governor-Motoren in Europa eingeführt wurden, gab es noch keine Online-Schulungen. Jetzt, wo Online-Schulungen zum Standard geworden sind, macht es Sinn, dieses fehlende Stück hinzuzufügen und einen strukturierten digitalen Teil für Fehlersuche und Reparaturen zu entwickeln", so Weijenberg.
Das neue Schulungsprogramm startet im Dezember mit einer ausgewählten Gruppe von Vertriebshändlern. Es beginnt mit einem Online-Modul, gefolgt von zwei Tagen Präsenzschulung. Dieser gemischte Ansatz kombiniert nach Angaben des Unternehmens Flexibilität mit praktischer Erfahrung.
Parallel zur Programmentwicklung hat Weijenberg den Bewertungsprozess überarbeitet. Mittels Fragebögen sammelt er detailliertes Feedback von den Vertriebshändlern. Diese sollen die Umfragen an die von ihnen geschulten Ingenieure weiterleiten, damit das Feedback das gesamte Netzwerk durchdringt.
"Die Einführung einer neuen Schulung ist immer aufregend. Aber für mich ist die eigentliche Frage, wie gut das Wissen ankommt. Nicht nur bei den Distributoren, sondern auch bei den Händlern. Deshalb möchte ich ehrliches Feedback auf allen Ebenen, damit wir uns ständig verbessern und sicherstellen können, dass unsere Schulungen wirklich etwas bringen", erklärt Weijenberg.
Das Schulungsprogramm unterstützt direkt die Wachstumsstrategie von Yanmar in Afrika und dem Nahen Osten.
