Frankfurt am Main (ABZ). – Eine aktuelle Studie des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zeigt nach Angaben des Verbands, dass Social Engineering und Phishing die größten Cyber-Bedrohungen für Unternehmen darstellen, gefolgt von menschlichem Fehlverhalten und Sabotage.
Dies zeige, dass Unternehmen zwar zunehmend Vertrauen in ihre technischen Sicherheitsmaßnahmen hätten, aber weiterhin verstärkt in die Sensibilisierung und Schulung ihrer Mitarbeiter investieren müssen. Regulatorische Vorgaben wie der Cyber Resilience Act (CRA) und die NIS2-Richtlinie, die in der Europäischen Union die Cybersicherheit erhöhen sollen, betreffen inzwischen zwei Drittel der Unternehmen direkt.
Dennoch zeige die Studie, dass insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) noch nicht ausreichend auf diese Anforderungen vorbereitet seien. 30 Prozent der KMU wissen demnach nicht, ob sie betroffen sind. Hier bestehe dringender Informations- und Unterstützungsbedarf.
Die Studie zeige darüber hinaus, dass immer mehr Unternehmen die Verantwortung für Industrial Security intern verankern würden. 88 Prozent der befragten Firmen setzten auf eigenes Personal, nur noch 12 Prozent beauftragten externe Dienstleister. Besonders im Produktionsumfeld gebe es Fortschritte: 61 Prozent der Unternehmen hätten ein Risikomanagement etabliert – ein deutlicher Anstieg gegenüber 41 Prozent im Jahr 2019.
Dennoch bleibe hier besonders für kleine Unternehmen viel zu tun. Die Ergebnisse zeigen laut Verband klar, dass Unternehmen vorrangig Unterstützung bei Branchenverbänden wie dem VDMA suchen.