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Baudienstleister errichtet in Mannheim ganze Wohnkomplexe

Nokera präsentiert eine innovative Lösung für den Wohnungsbau in Mannheim: ein integriertes Baukastensystem, das Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Kosten problemlos begegnet.

Von ABZ
Alles aus einer Hand
Im Mannheimer Stadtteil Franklin wird gegen die Wohnungsnot angearbeitet. | Foto: Nokera

Mannheim (ABZ). – Der Wohnungsbau steht weiterhin unter Druck. Das liegt an hohen Kosten, dem Fachkräftemangel und ambitionierten Klimazielen.

Ein Beispiel, wie sich diese Herausforderungen mit einem industriellen Ansatz lösen lassen, liefert Nokera. Das Baukastensystem des Unternehmens umfasst nach eigenen Angaben Planung, Fertigung und Montage aus einer Hand.

Im Quartier Sullivan im Osten des neuen Mannheimer Stadtteils Franklin hat Nokera zwei Wohnkomplexe in Holzhybridbauweise realisiert. Der erste Komplex mit 14 Mehrfamilienhäusern in drei Gebäudekörpern umfasst 167 Wohneinheiten mit einer Wohnfläche von 12 670 m2. Er wurde im Oktober 2024 fertiggestellt. Der zweite Komplex in unmittelbarer Nähe umfasst neun Mehrfamilienhäuser und sechs Punkthäuser mit insgesamt rund 15 000 m2 Wohnfläche. Der Bau läuft seit Juli 2024, die Fertigstellung ist für Ende 2025 vorgesehen.

Kern des Nokera-Ansatzes ist die vollständige Integration der Prozesskette, so das Unternehmen. Die Eigenfertigungstiefe ist hoch: In den eigenen Werken in Magdeburg und Erfurt entstehen Außen- und Innenwände in Holztafelbauweise, Fassaden und HBV-Decken. Alle Elemente, von den Wänden und Fahrstuhlschächten bis zu Bädern und Küchen, werden vorgefertigt, sodass auf der Baustelle nur noch die Endmontage der Gebäude sowie von Teilen des Innenausbaus erfolgen.

Die in Mannheim realisierten Gebäude sind laut den Angaben mit dem DGNB-Vorzertifikat in Gold ausgezeichnet. Gegenüber dem deutschen Durchschnittsgebäude reduziert die Bauweise den CO2-Ausstoß um rund 75 %, sagt Nokera. Holz spielt dabei die Schlüsselrolle: Es stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Deutschland, ist PEFC-zertifiziert und trägt maßgeblich zur CO2-Reduktion bei. Der Ansatz des Baudienstleisters ist es, so viel Holz einzusetzen, dass der CO2-Fußabdruck anderer Materialien kompensiert wird. Zusätzlich sind die Elemente weitgehend demontier- und wiederverwertbar.

Die Mannheimer Projekte zeigen laut dem Unternehmen das Potenzial serieller Holzbausysteme: planbare Bauzeiten, industrieller Fertigungsqualität und hohe Nachhaltigkeitseffekte. Für Investoren und Wohnungsunternehmen bedeute das geringere Bau- und Finanzierungskostenrisiken sowie eine verlässliche Realisierung auch unter schwierigen Marktbedingungen.

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