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Anti-Stress

Eine Studie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking beweist, was wir alle schon lange wussten: Nach einem miesen Tag braucht das Gehirn keine guten Ratschläge, es braucht Musik. Forschende haben Menschen zunächst mit Kopfrechenaufgaben gestresst – vermutlich, weil »Denken Sie an Ihre Steuererklärung« ethisch nicht vertretbar gewesen wäre. Danach gab es entweder Entspannungsmusik oder Naturgeräusche.

Das Ergebnis: Musik beruhigte Herzschlag, Cortisol und Stimmung schneller als der Wasserfall. Und was macht die Musik so besonders? Die Antwort liegt im »Drehbuch« der Kompositionen. Musik schafft durch den Aufbau von Spannung und deren Auflösung eine Art emotionalen Fluss. Dieser Fluss ist wie ein Zirkusartist, der im perfekten ­Timing die Balance hält. Das Gehirn reorganisiert die Kommunikation zwischen Hörzentrum und den Regionen, die Stress regulieren. Je stärker diese Verknüpfung, desto effektiver die stresslindernde Wirkung. Musik ist also nicht bloß Ablenkung, sondern eine Art neurobiologischer Wellnesscoach – ganz ohne Bademantel, Duftkerze oder Termin beim Therapeuten. 

Tags: Glosse

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