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Energie aus erneuerbaren Ressourcen

MAN Truck & Bus startet die Auslieferung vollelektrischer Lkw und übergibt den ersten eTGX an Dräxlmaier in Leipzig für emissionsfreie Batterietransporte.

Von ABZ
Auslieferungen von vollelektrischen Lkw
Bei der Übergabe des ersten vollelektrischen schweren Lkw von MAN an die Dräxlmaier Group: Karsten Wilhelm (Head of Plant Leipzig Batteries bei Dräxlmaier Group, v. l.), Dennis Affeld (Vorsitzender der Geschäftsführung MAN Truck & Bus Deutschland GmbH), Friedrich Baumann (Vorstand Sales & Customer Solutions bei MAN Truck & Bus SE) und Gerd Rupp (Vorsitzender der Geschäftsführung Porsche-Werk Leipzig. | Foto: MAN Truck & Bus

Leipzig (ABZ). – Bei MAN Truck & Bus beginnt heute eine neue Ära: Das Unternehmen startet mit der Auslieferung seiner vollelektrischen schweren Lkw. In Leipzig wurde der allererste 40-Tonner von MAN-Vertriebsvorstand Friedrich Baumann an den Automobilzulieferer Dräxlmaier Group übergeben. Dräxlmaier wird mit dem MAN eTGX künftig emissionsfrei Batterien für den Porsche Macan Electric in das Leipziger Porsche-Werk transportieren.

MAN-CEO Alexander Vlaskamp sagt: "Das ist ein Meilenstein in unserer Unternehmensgeschichte. Vor 100 Jahren hat MAN den ersten Diesel-Lkw vorgestellt. Jetzt starten wir durch in ein neues elektrisches Zeitalter. Unser allererster eTruck geht an Dräxlmaier. Wir freuen uns sehr über das Vertrauen in MAN. Damit geht es nach Jahren der Planung, Entwicklung und vielen zehntausenden Kilometern Testfahrten endlich los."

Der MAN eTGX wird künftig in Leipzig für den Automobilzulieferer Dräxlmaier Batterien emissionsfrei in das hiesige Porsche-Werk transportieren. Geladen wird der eTruck mit elektrischer Energie aus erneuerbaren Ressourcen auf dem Werksgelände von Dräxlmaier. Alexander Vlaskamp: "Nachhaltiger geht es kaum Das ist eine echte Elektro- Erfolgsgeschichte."

Nachhaltige Logistikprozesse

Albrecht Reimold, Mitglied des Porsche Vorstands für Produktion und Logistik sagte: "Es freut uns, dass die Versorgung der Macan-Produktion in Leipzig um diesen innovativen E-Lkw von MAN erweitert wird. Der MAN eTGX beweist: Auch große Bauteile wie Batteriemodule lassen sich in großen Stückzahlen elektrisch transportieren."

"Mit dem Einsatz des MAN eTrucks realisieren wir eine vollständige Elektrifizierung zu unserem Kunden und bekräftigen unser Bestreben, Logistikprozesse nachhaltiger und zukunftsorientiert zu gestalten. Damit erfüllen wir einen zentralen Aspekt unseres Nachhaltigkeitsverständnisses: die Emissionsreduktion in der Lieferkette", so Felix Klimas, Head of Supply Chain Management der Dräxlmaier Group.

Karsten Wilhelm, Standortleiter von Dräxlmaier Leipzig, ergänzt: "Wir sind stolz, dass wir unseren Kunden künftig mit einem eTruck beliefern werden. Das Batteriewerk Leipzig leistet somit einen direkten Beitrag für nachhaltigere Logistikprozesse." Dräxlmaier erwirbt das Fahrzeug nicht selbst, sondern beauftragt den Transport. Käufer des Fahrzeugs ist Business Fleet Services (BFS), der größte MAN Nutzfahrzeugvermieter in Europa. BFS vermietet das Fahrzeug an Spedition Elflein, die den Truck dann betreiben wird. Jan Plieninger, Geschäftsführer von BFS: "Als größter Vermieter von MAN Nutzfahrzeugen in Europa freuen wir uns sehr, Teil dieses historischen Meilensteins zu sein und zusammen mit MAN und unseren Kunden das neue elektrische Zeitalter einzuleiten. Mit der Übernahme des ersten MAN eTGX stellen wir erneut unsere Vorreiterrolle bei zukunftsweisenden Lösungen für nachhaltige Mobilität unter Beweis."

Die Entfernung zwischen dem Dräxlmaier-Standort und dem Kunden-Werk in Leipzig beträgt rund 5 km. Dabei transportiert der Truck durchschnittlich 15, t. Bis Ende des Jahres sollen noch zwei weitere Fahrzeuge folgen, so dass in Summe drei MAN eTGX für Dräxlmaier im Einsatz sein werden.

Digitaler Fahrerarbeitsplatz

Der für Dräxlmaier eingesetzte MAN eTGX hat 450 PS (330 kW), soll über eine Batteriekapazität von 534 kWh (davon nutzbar 480 kWh) mit sechs Batterie-Pack, ein neuartiges Design sowie einen voll digitalen Fahrerarbeitsplatz, der speziell für den eTruck konzipiert wurde verfügen. Er habe eine Ladeleistung von bis zu 375 kW über CCS und hat als Lowliner eine Aufsattelhöhe von 950 mm.

MAN ist laut eigener Aussage der einzige Hersteller, der serienmäßig eine elektrischen Lowliner-Sattelzugmaschine, auch Ultra- Sattelzugmaschine genannt, produziert. Durch die besonders geringe Sattelhöhe soll er Trailer mit 3 m Innenraum-Höhe ziehen und damit deutlich mehr Volumen transportieren können. Dies sei besonders interessant für die Automobilindustrie, die häufig Teile mit wenig Gewicht aber großem Volumen zu transportieren hat. Zudem biete der MAN eTruck den kürzesten Radstand seiner Klasse – und ist damit für Trailer jeder Art kompatibel.

Die stärkste verfügbare Version des MAN eTrucks hat 544 PS (400 kW) und soll mit einer künftig verfügbaren siebten Hochvolt-Batterie je nach Anwendung auf eine Reichweite von rund 650 km, ohne nachladen zu müssen, fahren.

Die MAN eTGX und MAN eTGS sind zudem mit dem Megawatt-Ladestandard MCS erhältlich, der künftig Ladeleistungen von einem Megawatt und mehr erlaubt. Das soll ein Wiederaufladen des Fahrzeugs von 10 bis 80 % Batteriekapazität in rund einer halben Stunde ermöglichen. Das soll den MAN eTruck fernverkehrstauglich machen.

Für den eTruck liegen insgesamt bereits mehr als 2500 Bestellungen und Bestellanfragen vor. Zusammen mit dem auf der IAA 2024 vorgestellten kleinen Bruder des eTrucks, dem eTGL, bietet MAN jetzt ein komplettes Portfolio an elektrischen Lkw von zwölf bis 50 t. "Wir gehen davon aus, dass 2030 etwa jeder zweite ausgelieferte MAN-Lkw batterieelektrisch sein wird", so MAN-Vertriebsvorstand Friedrich Baumann.

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