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Verbände wollen mehr Verbindlichkeit

Beim Bau- und Rohstofftag 2025 fordern Verbände mehr Verbindlichkeit bei Infrastruktur-Finanzierung und klare politische Prioritäten für nachhaltiges Wachstum.

Von ABZ

Hannover (ABZ). – Über 100 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gewerkschaften kamen beim Bau- und Rohstofftag 2025 am 9. Oktober im Alten Rathaus Hannover zusammen. Der Verband der Bau- und Rohstoffindustrie e.

V. (vero) und die Unternehmerverbände Niedersachsen e. V. (UVN) zogen eine positive Bilanz der Veranstaltung unter dem Motto "Infrastruktur: Erhalt – Ausbau – Kreislaufwirtschaft".

Eröffnet wurde die Tagung durch Benedikt Hüppe, den Hauptgeschäftsführer der UVN, und Raimo Benger, den Hauptgeschäftsführer des vero. Beide betonten die Bedeutung einer leistungsfähigen Infrastruktur für Wirtschaft und Gesellschaft.

Ein zentrales Thema war das von der Bundesregierung beschlossene Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Aus Sicht der Verbände braucht es dringend mehr Verbindlichkeit. "Ein Sondervermögen darf kein Etikett ohne Inhalt sein. Wenn wir unsere Straßen, Schienen und Brücken modernisieren und damit unsere Infrastruktur wirklich zukunftsfähig machen wollen, brauchen wir verlässliche Finanzierung, schnellere Verfahren und klare politische Prioritäten", sagte Hüppe. UVN und vero fordern, dass Projekte nicht durch kurzfristige Haushaltsumstellungen blockiert oder verzögert werden. "Unsere Betriebe und Beschäftigten brauchen klare Perspektiven. Nur wenn wir jetzt investieren, bleibt unser Standort wettbewerbsfähig", stellte Benger fest.

Die Tagung bot ein breites Spektrum an Vorträgen und Diskussionen – von geopolitischen Einschätzungen des US-Experten Dr. Andrew Denison bis hin zu konkreten Praxisberichten aus der Bau- und Rohstoffwirtschaft. In einer Podiumsdiskussion mit Staatssekretärin Anka Dobslaw vom Niedersächsischen Umweltministerium, Verena Adler von Westkalk, Till Wegener von der Hermann Wegener GmbH und Jasper Strauss von Kirchner Ingenieure wurde deutlich: Rohstoffsicherung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz lassen sich nur im Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft lösen.

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