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Bohrpfahlgründungen für 380-Kilovolt-Leitung Ultranet

Die Gleichstromverbindung Ultranet ist ein Schlüsselprojekt der Energiewende zwischen NRW und Baden-Württemberg. Porr Spezialtiefbau errichtete dafür 144 Bohrpfähle. Herausforderungen lagen in der Logistik und dem Umweltschutz.

Von ABZ
Bauen für die Energiewende
Im Auftrag von Powerlines Energy Germany stellte Porr Spezialtiefbau auf einer Teilstrecke insgesamt 144 Bohrpfähle für die Tiefgründung von 36 neuen Masten her. | Foto: Porr

Mannheim (ABZ). – Die neue Gleichstromverbindung Ultranet der Übertragungsnetzbetreiber Amprion und TransnetBW verläuft von Osterath in Nordrhein-Westfalen bis Philippsburg in Baden-Württemberg.

Sie ist Teil des Korridors A, einer Nord-Süd-Hauptschlagader der Energiewende. Im Auftrag von Powerlines Energy Germany, einem Generalanbieter von Freileitungsinfrastruktur, stellte der Porr Spezialtiefbau, Region West, auf einer Teilstrecke insgesamt 144 Bohrpfähle für die Tiefgründung von 36 neuen Masten her.

Rund 2000 MWh elektrische Leistung kann die 340 km lange 380-Kilovolt-Leitung Ultranet übertragen. So weit wie möglich nutzt sie Bestandsleitungen. Die Umstellung auf Gleichstrombetrieb erfolgt durch den Einbau geeigneter Isolatoren. Zwischen Ried und dem hessischen Bürstadt-Ost müssen daher lediglich 4 Masten neu errichtet werden.

Im weiteren Verlauf bis Mannheim-Wallstadt ist jedoch auf 18,9 km ein Ersatzneubau in bestehender Trasse notwendig. Dafür wird eine bestehende 220-Kilovolt-Leitung zurückgebaut. Die neuen, im Durchschnitt 58 m hohen Masten werden möglichst genau neben den Masten einer parallel verlaufenden, bestehenden 380-Kilovolt-Leitung, errichtet.

Für die Tiefgründung von 31 Masten stellte das Porr Spezialtiefbau-Team 124 Großbohrpfähle mit 1200 mm Durchmesser her, 5 Masten werden auf 20 Großbohrpfählen mit 1500 mm Durchmesser gegründet. Aufgrund von Bauzeiteneinschränkungen sowie der übergeordneten Freileitungsplanung konnten die Standorte nicht in beliebiger Reihenfolge abgearbeitet werden.

Das Anlegen der Baustraßen und die Logistik zur und von der Baustelle stellten alle Projektbeteiligten laut eigenen Aussagen an den Einsatzorten Lampertheim, Viernheim, Wallstadt und Mannheim ein ums andere Mal vor Herausforderungen.

Enge Platzverhältnisse und mangelnde Tragfähigkeit machten insbesondere die Schwertransporte der Bohrgeräte von Standort zu Standort zu einer anspruchsvollen Aufgabe.

Niederlassungsleiter André Schürmann zeigt sich äußerst zufrieden mit dem Projektablauf: "Das Ultranet-Projekt steht in Einklang mit unserer Strategie 'Green and Lean'. Ein Hauptaugenmerk lag auf den umliegenden Böden, die nicht verunreinigt werden durften. In den Hydraulikschläuchen kam Bio-Öl zum Einsatz, um das Grundwasser nicht zu gefährden. Gemäß der Lean-Methodik wurden alle Arbeitsabläufe mit dem Team detailliert besprochen und bei Bedarf flexibel an die Gegebenheiten vor Ort angepasst."

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