Wischhafen (ABZ) | Beim Bau der Elbquerung ElbX im Rahmen des Stromtrassenprojekts SuedLink ist ein wichtiger Baufortschritt erreicht worden. Nach Angaben von Porr erfolgte am 22. Juni 2026 der Durchschlag des Tunnels, der im Auftrag von TenneT Germany und gemeinsam mit den Projektpartnern errichtet wird.
Der rund 5,2 km lange Tunnel verbindet Wewelsfleth in Schleswig-Holstein mit Wischhafen in Niedersachsen und ist Teil der künftigen Stromverbindung für den Transport erneuerbarer Energien von Nord- nach Süddeutschland.
Nach Angaben des Unternehmens wurde der Tunnel im maschinellen Vortrieb in mehreren Dutzend Metern Tiefe unter der Elbe aufgefahren. Dabei waren wechselhafte geologische Bedingungen sowie wasserführende Bodenschichten zu bewältigen. Laut Porr wurde der Durchschlag früher als ursprünglich prognostiziert erreicht.
»Der Tunnelbau unter der Elbe ist ein bedeutendes und komplexes Projekt, das uns als Bauunternehmen immer wieder vor Herausforderungen gestellt hat. Dennoch konnten wir diesen Meilenstein früher als geplant erreichen. Wir sind stolz, gemeinsam mit unseren Projektpartnern diesen Erfolg feiern zu können«, freut sich Porr CEO Karl-Heinz Strauss.
Hohe Vortriebsleistungen
Auf den letzten rund 400 m des Tunnels ermöglichten nach Unternehmensangaben günstige Baugrundverhältnisse hohe Vortriebsleistungen. Der maximale Tagesvortrieb betrug demnach 32,6 m beziehungsweise 25 Tübbingringe. Als Wochenbestwert wurden 158,7 m erreicht.
»Der erfolgreiche Durchschlag zeigt, was durch das Zusammenspiel aus moderner Tunneltechnik, Erfahrung und einem eingespielten sowie motiviertem Team möglich ist«, sagt René Hallbauer, Projektleiter Tunnelbau bei Porr. »Die Leistung basiert auf präziser Planung und einer engen Zusammenarbeit über alle Gewerke hinweg.«
Innenausbau folgt
Mit dem erfolgreichen Durchschlag beginnen nach Angaben des Unternehmens nun der Innenausbau und die technische Ausrüstung des Bauwerks.
Nach Fertigstellung soll die Elbquerung die Verlegung von Hochspannungs-Gleichstromkabeln unter der Elbe ermöglichen und einen Abschnitt der Stromtrasse SuedLink bilden. Laut Porr zählt das Bauwerk zu den Schlüsselprojekten der Energiewende in Deutschland.