Dresden (ABZ) | Im aktuellen Bauabschnitt eines Wasserwerks setzt die Echterhoff GmbH nach eigenen Angaben die Arbeiten an einem bereits begonnenen Infrastrukturprojekt fort. Während das Unternehmen im vorherigen Bauabschnitt innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft die Baugrube und den Verbau hergestellt hatte, übernimmt es nun den erdverlegten Rohrleitungsbau.
Zu den Leistungen gehören die Einbindung neuer Leitungen in bestehende Hauptleitungen DN 800 und DN 1000, die Verlegung duktiler Gussrohrleitungen mit Tonerdenzement-Innenauskleidung sowie die Herstellung von Baugruben und Rohrgräben in geböschter und Trägerbohlwand-Bauweise. Darüber hinaus werden acht Schächte DN 2000 für die Spülabwasserleitungen der neuen Flusswasserfilterhalle errichtet. Außerdem umfasst der Auftrag den Rückbau des Verbaus aus dem vorangegangenen Bauabschnitt.
Arbeiten im Anlagenbestand
Die Arbeiten erfolgen im laufenden Anlagenbestand des Wasserwerks. Nach Herstellerangaben befinden sich im Untergrund zahlreiche Fremdleitungen, Fundamentreste und bestehende technische Anlagen, die bei Planung und Ausführung berücksichtigt werden müssen.
Ein wichtiger Meilenstein wurde laut Unternehmen bereits Anfang 2026 erreicht. Zwischen Januar und März wurden die neuen Leitungen innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters an die bestehenden Hauptleitungen angebunden. Hierfür kamen vormontierte Flanschformstücke zum Einsatz, die über Vorschweißflansche in das vorhandene Leitungssystem integriert wurden.
Da das Wasserwerk Ende März wieder in Betrieb gehen sollte, mussten die Arbeiten innerhalb des vorgesehenen Zeitraums abgeschlossen werden. Nach Angaben des Unternehmens wurden die Erdarbeiten frühzeitig vorbereitet und die Umbindebereiche durch eine gezielte Grundwasserhaltung gesichert. Die Anbindung bildet die Grundlage für den weiteren Anschluss der neuen Flusswasserfilterhalle.
Gussrohre mit Tonerdenzement-Auskleidung
Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf die Rohrverbindungen zwischen den Umbindepunkten und dem Neubau der Filterhalle. Zum Einsatz kommen Gussrohre mit einer Innenbeschichtung aus Tonerdenzement. Diese Ausführung wurde laut Unternehmen gewählt, weil das geförderte Rohwasser eine hohe Calcitlösekapazität besitzt und damit besondere Anforderungen an die Beständigkeit der Leitungen stellt.
Parallel entstehen neue Abwasserleitungen für die Ableitung der bei der Rohwasseraufbereitung anfallenden Spül- und Prozesswässer. Auch hierfür werden Gussrohre mit Tonerdenzement-Auskleidung verwendet. Insgesamt werden acht Betonschächte DN 2000 in das Leitungssystem integriert.
Die Gesamtmaßnahme läuft nach Unternehmensangaben von Januar 2025 bis November 2027. Vorgesehen sind rund 4500 m³ Erdbewegung, etwa 450 m Rohrleitungsbau in DN 800 und DN 1000 aus duktilem Guss sowie acht Umbindepunkte in bestehende Leitungen. Die Umbindearbeiten wurden innerhalb eines Zeitfensters von drei Monaten ausgeführt. Nach Angaben des Unternehmens dient das Projekt dem Ausbau der Wasseraufbereitung und stellt hohe Anforderungen an Planung, Logistik und Ausführung.